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Loredana und Petra Z.: Versöhnung nach Betrugsskandal oder nur PR?

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Lange dominierte, pushte und zugleich beschädigte ein Betrugsskandal die Reputation der Rapperin Loredana. Nun sollen sich die Musikerin und ihr mutmaßliches Opfer getroffen haben. Neueste Bilder und Medienberichte lassen eine Versöhnung zwischen den Frauen vermuten und deuten eine neue Wendung in dem Fall an.

Die Rapperin im Schatten ihrer kriminellen Vergangenheit

Vor ihrem Durchbruch als Musikerin soll Loredana auf unrühmlichere Weise an Geld gekommen sein. Der Luzernerin wird vorgeworfen, gemeinsam mit ihrem Bruder ein Ehepaar um mehrere Hunderttausend Franken betrogen zu haben. Die Geschichte brachte der Rapperin zwar jede Menge Schlagzeilen ein. Zumeist jedoch negative.

Nachdem der Betrug aufgedeckt und ein ausführliches Interview mit der Anklägerin Petra Z. veröffentlicht wurde, stand Loredana stark in der Kritik. Nicht nur die Tat an sich stieß in der Öffentlichkeit auf Ablehnung, sondern auch Loredanas Umgang damit. Die Rapperin hatte zwar Pressekonferenzen zum Thema gegeben, allerdings schwieg sie weitgehend zu den Vorwürfen oder wies sie von sich. Selbst als die Beweislast erdrückend war, übernahm Loredana nicht die Verantwortung für eine eventuelle Komplizenschaft im Betrugsfall.

„Entschuldige dich endlich bei Petra“, lautete deshalb noch die bescheidendste Forderung an die Musikerin. „Gib Petra ihr Geld zurück!“, verlangten andere. Viele wollten die Rapperin am liebsten komplett aus der Musiklandschaft verbannen. #BoycottLoredana lautete daher ein Aufruf, der seit vergangenem Sommer zunehmend an Popularität gewann. Sogar andere Musiker*innen wie Beatrice Egli und Bushido mischten sich in den Skandal ein und stellten die 25-jährige an den Pranger.

Loredana und Petra Z. umarmen sich

Man wartete also auf ein Statement von Loredana. Diese hatte sich in den letzten Wochen ohne Ankündigung plötzlich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, ihr Instagram-Profil deaktiviert und sich erst vor wenigen Tagen wieder mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums zurückgemeldet. Zu dem Vorfall zwischen ihr und Petra Z. schweigt die Musikerin allerdings nach wie vor. Stattdessen lässt sie in den letzten Tagen Taten und Bilder für sich sprechen.

So traf sich die Rapperin am Wochenende mit der Anklage-Erheberin öffentlichkeitswirksam in einem Luzerner Hotel. Aufnahmen zeigen, wie die beiden zusammensitzen und Kaffee trinken. Der „Bild“-Zeitung liegen zudem Berichte von Augenzeugen vor, nach denen Loredana und ihr mutmaßliches Opfer sich freundlich unterhalten und gelacht haben sollen, „als wäre nichts passiert“. Zum Abschied folgte eine Umarmung.

Ein Insider soll gegenüber „Bild“ verraten haben, dass Loredana auf Petra Z. zugegangen ist: „Eigentlich sollte es im nächsten Jahr zur Verhandlung kommen. Sie wollte offenbar zeitig einen Schussstrich unter die Sache ziehen, damit endlich Ruhe für alle Seiten einkehrt.“

Manifestiert dieser Screenshot die Versöhnung?

Auch auf Instagram deutet Loredana eine Aussöhnung mit ihrem angeblichen Opfer an. Am Dienstag, den 22. September, postete die Rapperin einen Screenshot aus einem Video-Gespräch zwischen Petra Z. und sich. Petra Z. winkt freudig in die Kamera, Loredana zeigt das Peace-Zeichen. Die Stimmung zwischen den Frauen wirkt fröhlich.

Offenbar möchte die Rapperin das Bild für sich sprechen lassen und versieht den Post lediglich mit dem Hinweis auf das Aufnahmedatum: 01.09.2020. Daraus geht hervor, dass Loredana sich wohl schon vor einer Weile im Privaten um eine Lösung mit Petra Z. bemüht und die Öffentlichkeit zunächst außen vor gelassen hat. Gleichzeitig ist es natürlich taktisch klug, die augenscheinliche Versöhnung zusammen mit ihrem neuen Album zu promoten.

https://www.instagram.com/p/CFcrZGwFy8j/

 

 

Was die neuen Bilder und Berichte konkret bedeuten, ist noch nicht klar. Das laufende Verfahren zwischen Loredana und Petra Z. wird vor der Öffentlichkeit geheim gehalten, auch eine eventuelle Einigung ist noch nicht bekannt.

Was wird Loredana konkret vorgeworfen?

Bereits im Mai 2019 wurde Loredana in ihrer Heimatstadt in Luzern verhaftet. Der Grund: Sie soll ein Walliser Ehepaar um rund 700.000 Franken betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin ein Verfahren ein. Anklage-Erheberin war Petra Z., die den Bruder von Loredana nach eigenen Aussagen im Internet kennenlernte, der ihr ein Treffen in Aussicht stellte. Dann soll er ihr jedoch von seiner angeblich kranken Mutter erzählt haben, die eine Spenderniere bräuchte. Nach und nach habe sie ihm Geld für eine vorgegebene Operation gegeben. Als sie merkte, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war, suchte Petra Z. die Polizei auf. Die sprach allerdings von Selbstverschulden.

Anschließend kam es in dem Fall zu einer weiteren Wendung. Plötzlich habe sich eine „Anna Landmann“ bei Petra Z. gemeldet, die sich als Anwältin ausgab und vorgab, ihr helfen zu wollen. Dabei soll es sich um Loredana gehandelt haben, die das Paar um noch mehr Geld betrogen haben soll. In einer Pressekonferenz behauptete Loredana, das Geld sei freiwillig übergeben worden.


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