M.I.A. zu einer möglichen Corona-Impfung: „Wenn ich wählen müsste, würde ich lieber sterben wollen“

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Während sich das Coronavirus noch immer rasend schnell ausbreitet, arbeiten Wissenschaftler*innen weltweit mit Hochdruck an einem Impfstoff. Doch genau so eine mögliche Corona-Impfung lehnt die britische Rapperin und Sängerin M.I.A. scheinbar strikt ab. Auf Twitter findet die 44-Jährige sehr deutliche Worte zu dem Thema: „Wenn ich zwischen Impfstoff oder einem Chip wählen müsste, würde ich lieber sterben wollen“.

Mit Chip meint sie in diesem Zusammenhang die Impfung im Kindesalter – es ist eine Abkürzung für „Children‘ Health Insurance Program“. Aber die Künstlerin mit tamilischen Wurzeln begründet ihr Statement mit einer persönlichen Erfahrung. So hätte sie ihren elfjährigen Sohn vor Schulantritt in den USA impfen lassen müssen und der wäre danach drei Wochen lang krank gewesen. Konkret schreibt sie: „In Amerika haben sie mich gezwungen, mein Kind vor dem Schulantritt zu impfen. Das war die schwierigste Sache“, so M.I.A.. In einem weiteren Post führte sie ihre Aussage noch mehr aus: „Als Mutter keine Wahl zu haben. Ich will das nie wieder fühlen. Er war drei Wochen lang so krank, dass Ärzte ihn mit Antibiotika vollpumpen mussten, um das Fieber von drei Impfungen zu senken.“

Aber damit nicht genug: Als ein Fan unter ihrem Post sie darum bat, ihre Haltung weiter zu erläutern, antwortet Mathangi Maya Arulpragasam, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, ein wenig verschwörerisch: „Das Geschäft steckt mit den Banken unter einer Decke, Banken stecken mit der Technik unter einer Decke, Techniker stecken mit uns unter einer Decke und wir stecken mit Corona unter einer Decke. Corona steckt mit der Wissenschaft unter einer Decke. Und so weiter… das Beste ist Prävention.“

Und noch eine Weisheit hat sie parat: „Als Erwachsener hast Du die Wahl! Da ist das Immunsystem bereits aufgebaut.“ Ob M.I.A., die mit ihrem Hit „Paper Planes“ 2008 weltweit die Charts stürmte, die qualifizierteste Person ist, um medizinische Empfehlungen auszusprechen, sei erst mal dahin gestellt. Eine Ausbildung, die sie dazu befähigt, andere in diesem Kontext zu beraten, konnten wir in ihrem Lebenslauf bisher nicht finden.

Auch wenn wir die Erfahrungen, die M.I.A. schildert, bedauern, wir verweisen in dieser Angelegenheit dennoch auf die Weltgesundheitsorganisation, die zum Thema „Impfen während der Kindheit“ Folgendes schreibt: „Geimpfte Kinder übertragen Krankheiten nicht weiter und bilden so quasi einen Schutzwall um jüngere Geschwister, die noch zu jung für eine Impfung sind, Mitschüler, die aus Gesundheitsgründen nicht geimpft werden können, und sogar um nicht geimpfte Großeltern.“

Erst kürzlich veröffentlichte die Künstlerin den neuen Song „OHMNI 202091“, der für Patreon-Nutzer*innen kostenlos zugänglich ist.

Zwei Jahre nach M.I.A.s jüngsten Album AIM erschien die Dokumentation MATANGI / MAYA / M.I.A., über das Leben der Sängerin. Im Juni 2019 wurde sie für ihre „musikalischen Verdienste“ zum Mitglied des „Most Excellent Order of the British Empire“ ernannt – dem Ritterorden des Englischen Königreichs für besondere Verdienste in den Bereichen Kunst und Wissenschaft, der Arbeit für gemeinnützige und Wohlfahrtsorganisationen sowie den öffentlichen Dienst.


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