Logo Daheim Dabei Konzerte

Zugabe!

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Blackout Tuesday
Highlight: Xavier Naidoo im Interview: „Ich bin ein Rassist, aber ohne Ansehen der Hautfarbe“

Im Interview: M.I.A. lässt sich nichts sagen

Mathangi „Maya“ Arulpragasam aka M.I.A. ist neben ihrer Musik auch für ihre klaren, polarisierenden Ansagen und ihren unverwechselbaren Stil bekannt. Mit uns spricht die britische Sängerin über ihre persönliche Beziehung zu Mode und warum es ihr wichtig ist, junge Talente zu unterstützen.

Musikexpress Style: Du bist jetzt schon seit vielen Jahren in der Musikindustrie. Was würdest du sagen, sind die größten Schwierigkeiten, die einer jungen Frau begegnen, wenn sie gerade erst anfängt Musik zu machen?

M.I.A.: Ich weiß gar nicht, wie die Situation heute ist, aber als ich angefangen habe, gab es sehr klare Ansichten darüber, wie eine Frau in der Musikszene zu sein hatte. Und als ich dann angefangen habe, Musik zu machen, in der es um Politik geht, haben die Leute bestimmte Dinge zu mir gesagt, wie: Warum trägst du Designer-Kleidung und schminkst dich, wenn du als politische Künstlerin wahrgenommen werden willst? Wenn du wirklich so revolutionär bist, wie du sagst, dann solltest du das nicht tun.Von diesen Aussagen bin ich einfach genervt. Die Leute hatten eine klare Vorstellung davon, wie ich sein sollte und wie ich mich benehmen sollte. Ich habe einfach immer das gemacht, auf das ich eben Lust hatte. Und bei mir war es eher anders herum, als man es vielleicht erwarten würde. Die Leute schrien mich förmlich an: Sei nicht zu sexy.Ich denke, heute ist es eher anders herum. Frauen werden so unter Druck gesetzt an ihrem Körper zu arbeiten und immer gut auszusehen, möglichst sexy zu sein. Das ist quasi die Voraussetzung für den Erfolg als Musikerin. Es ist schade zu sehen, dass die Musikindustrie nicht die wunderbare Vielfalt an Frauen zeigt, die nunmal existiert.

Wie wichtig ist es für Frauen, sich gegenseitig zu unterstützen?

Ich habe immer versucht junge Künstlerinnen zu unterstützen. Aber mein eigenes Leben kam mir dabei leider oft dazwischen. Es passieren so viele verrückte Sachen, damit möchte ich einfach niemand anderen belasten. Ich, als Künstlerin, habe immer einen gewissen Sicherheitsabstand zu anderen Künstlerinnen gewahrt. Aber jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich für solche Zusammenarbeiten bereit bin und ich denke, sich gegenseitig zu unterstützen ist wirklich enorm wichtig.



Musiker*innen und der ausgefallene Festivalsommer: 10 Fragen an Blond
Weiterlesen