Michael-Jackson-Biopic „Michael“: Warum die Kritiken so schlecht sind

Das Michael-Jackson-Biopic „Michael“ startet in deutschen Kinos – und erntet verheerende Kritiken. Whitewashing, schwache Story: Was dem Film so massiv vorgeworfen wird.

Mittlerweile gibt es jedes Jahr über die berühmtesten Musiker der Geschichte ein neues Biopic. So wurden etwa Leben und Schaffen von Elton John, Bob Dylan und der Band Queen auf die große Leinwand gebracht. Seit dem 22. April 2026 ist der neueste Ableger des Genres in den deutschen Kinos. Im Film „Michael“ werden Leben und Karriere des „King of Pop“ Michael Jackson behandelt. Das Biopic zog eine große mediale Aufmerksamkeit auf sich – in den Kritiken schneidet der Film allerdings nicht gut ab und wird zum Teil zerrissen. Woran liegt das?

Was wird „Michael“ vorgeworfen?

Unter anderem auf der Website Rotten Tomatoes erhielt die Biografie lediglich eine Score von 35 Prozent. Filmkenner:innen und Cineast:innen wissen: Das ist ein schlechtes Ergebnis. Wie kommt dieses zustande, und welche Kritikpunkte bringen dem Werk diese schlechte Bewertung ein?

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Der Hauptkritikpunkt ist, dass der Film beschönigend und einseitig sei und zudem die Missbrauchsvorwürfe, die gegen den Sänger zu seinen Lebzeiten erhoben wurden, komplett ausblende. Bekanntermaßen ist der Jackson-Nachlass für die Produktion verantwortlich, was das Ausblenden der Vorwürfe erklären könnte. „PC Games“ etwa attestiert dem Film ein „Feel-Good-Tribut“, während „Euronews“ ihm Hagiographie – also Heiligenverehrung – vorwirft. Bezüglich der Missbrauchsvorwürfe spricht die „Times of India“ von einer gezielten „Whitewashing“-Strategie.

Story als Schwäche

In den Kritiken geht es jedoch nicht nur um die Beschuldigungen gegen den Musiker, sondern auch um die erzählte Geschichte. Die Erzählweise gilt für einige Medien als schwach und oberflächlich.

Auch in diesem Punkt setzt „PC Games“ an und bezeichnet die Erzählweise als „blass“, „formelhaft“ und emotional schwach. „The Australian“ kritisierte, dass der Streifen wenig Einblicke in Michael Jacksons Persönlichkeit und dessen innere Konflikte biete. Generell fühle sich das Ganze für viele Kritiker:innen eher wie eine abgespielte Playlist an als eine echte Geschichte.