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Neil Young schreibt „Lookin‘ For A Leader“ zu Anti-Trump-Song um

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Neil Youngs Ärger über Trumps wiederholte Verwendung seiner Musik zu Wahlkampfzwecken scheint neue Dimensionen angenommen zu haben. So teilte der Folk-Rocker nun ein Rework seines „LIVING WITH WAR“-Titels „Lookin‘ For A Leader“, der nun im Gewand eines Anti-Trump-Songs daherkommt. Den kompletten Song inklusive einer Performance des „Crosby, Stills, Nash & Young“-Protest-Hits „Ohio“ und des Dylan-Covers „The Times They Are a-Changin’“ könnt Ihr hier im Stream sehen.

„Lookin‘ For A Leader“-Originalversion:


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Die Originalversion des Songs erschien 2006 und war ursprünglich als Kritik an dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush und seiner Administration zu verstehen. Die Neuinterpretation lobt jetzt Barack Obama sowie die „Black Lives Matter“-Bewegung, und ruft die US-Bürger*innen außerdem zum Wählen auf. Selbstverständlich konnte sich Young auch den ein oder anderen Seitenhieb gegen Donald Trump nicht verkneifen. So heißt es in dem Song zum Beispiel: „America has a leader building walls around our house / He don’t know Black Lives Matter/ And we got to vote him out.“

Zuletzt zog Young sogar eine Klage gegen den Präsidenten der USA in Erwägung. Der verwendet nämlich allzu gerne Youngs „Rockin’ in the Free World“ bei seinen Kundgebungen – und das schmeckt dem US-Rocker so gar nicht. Mittlerweile hat Trump den Hit schon vier Jahre in seinem Rallye-Repertoire. Bislang grummelte Young, er hätte in diesem Fall keine Möglichkeit etwas gegen diese Art der Nutzung zu tun, da die Lizenzgebühren von dem Trump-Wahlkampagnen-Team ganz normal bezahlt werden würden. Doch nun muss sich wohl doch etwas getan haben.

„Ich ändere meine Meinung darüber, Präsident Trump zu verklagen“, schrieb der Musiker auf seiner Website. Weiter heißt es: „Ich schaue mir das noch einmal an. Es gibt eine lange Geschichte zu berücksichtigen, nach der ich mich ursprünglich entschieden hatte, die Sache nicht weiter zu verfolgen. Aber dann befahl Präsident Trump Schlägern in Uniform auf unsere Straßen zu treten.“ Damit habe der kontroverse US-Präsident nun offiziell eine Grenze überschritten.



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