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Neu im Kino: Ben Stiller, Sean Penn und paranormale Aktivitäten


Film der Woche: „Das Erstaunliche Leben Des Walter Mitty“

Komödie – D, GB 2013, Regie: Ben Stiller, Darsteller Ben Stiller, Kristen Wiig, Sean Penn

Es steckt eigentlich ein schöner Film von Michel Gondry in diesem „erstaunlichen Leben des Walter Mitty“: Die tragikomische Geschichte eines Tagträumers, der die Kollegin (Kristen Wiig) anhimmelt und der unglaublichen Leichtigkeit (bzw. Traurigkeit) des Seins nur entrinnt, indem er sich in die abenteuerlichen Welten hinter den Fotomotiven träumt, die er im Auftrag des LIFE-Magazine Tag für Tag archiviert. Der Film von Gondry hieß „The Science Of Sleep“ und er war vor allem der charmanten Pappmachéwelten (und wegen Charlotte Gainsbourg) eine Fundgrube für hoffnungslose Romantiker. Bei Ben Stiller wird aus der geträumten Fantasiewelt hingegen ganz schnell (zu) großes Kino. Mit eindrucksvollen Landschafts-Aufnahmen, eindrucksvollen Effekten und einem immerhin überzeugenden Ben Stiller.

Der als Regisseur und Hauptdarsteller allerdings nicht ganz auf den Zauber seiner Geschichte zu vertrauen scheint. Ins Groteske überzeichnete Vorgesetzte auf dem Weg in die digitale Zukunft und gleichzeitig ebenso grotesk überzogene Digitaleffekte, um eine von Mittys Traumwelten lebendig werden zu lassen – das will nicht immer ganz zusammen gehen.  Erstaunlich gut funktioniert dieser „ Walter Mitty“ allerdings in allen anderen Momenten: Wenn das Leben einer Arbeitsdrohne in den archivarischen Tiefen des LIFE-Gebäudes geschildert wird.  Sein langsamer Ausbruch in die wirkliche Welt, die sich als spannender herausstellt als jeder Traum. Das ungelenke Werben um die hübsche Kollegin. Und die finale Heldenwerdung: All das ist nicht nur gut inszeniertes Feelgood-Kino, es ist sogar Feelgood-Kino mit einer hübsch altmodischen Botschaft. Und als solches auf der guten alten Leinwand einer wie auch immer gearteten digitalen Sichtung in jedem Fall vorzuziehen.

Kooperation

Außerdem neu in den Kinos und mit einem Ein-Satz-Schnellcheck aufgeführt:

IMAGINE

Bekannte Namen: Alexandra Maria Lara

„Club der toten Dichter“ unter Blinden in Lissabon. Schön inszeniert und (sehr) gut gemeint.

Gehen wir rein… „wenn die Sinne zum Wunder werden“ (Filmplakat).

PARANORMAL ACTIVITY: DIE GEZEICHNETEN

Bekannte Namen: Das übliche „found footage“

No Names filmen sich selbst beim Gruseln. Wie gehabt, aber bereits zum fünften Mal ganz schön schauerlich.

Gehen wir rein… wenn wir in Sachen Fitness-Vorsätze vor allem auf Jumpscares gesetzt haben.

STREETDANCE KIDS – GEMEINSAM SIND WIR STARS

Bekannte Namen: Wir (sind die Stars)

Kiddies dürfen das tun, was vor ihnen Teens und Twens getan haben. Wild herumhüpfen und dabei Alltagsprobleme lösen.

Gehen wir rein… weil uns der siebenjährige Neffe sonst ewig löchert…


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