Max Giesinger mit #SEATSounds Live

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Neue Alben: 15.-21. August 2011

von

Der Simfy Player diese Woche mit unter anderem Gold Leaves, The Human League und The Thrills.

Ganglians – Still Living
Unser Autor Frank Sawatzki vergibt für ein stimmungsambivalentes Album vier Sterne, stellt sich die Frage, ob das nun happy oder sad music ist und verbucht es schließlich unter „Happy sad music“:
„Die ersten Sekunden des neuen Ganglians-Albums setzen den neuen Ton: „This is a sad sad song, for all you sad, sad people“ singt Ryan Grubbs mit einer Jubelstimme, die ganz weit hinten aus einem alten Wassertank zu kommen scheint. Dinger, wie Lee Hazlewood sie Ende der Fünfziger bei den Aufnahmen von Duane Eddy benutzt hat, um diesen speziellen Twang zu haben. Grubbs’ Jubelstimme folgt ein dahinjagender Jubelsong, der alle Möglichkeiten offenlässt: Ist das nun happy oder sad music? Oder die hohe Kunst des happy sad songs? Über die restlichen 50 Minuten schaffen Ganglians es, ihre Songs konsequent in der Schwebe zu halten, zwischen Psych- und Surf-Pop und den partiellen Störungen, die soviel Wohlklang immer hinterlässt. Eine Musik, die so echt und so aufregend wie das Leben ist, wenn man das Leben als langen Film über die größten Verheißungen des Rock’n’Roll versteht. Key Tracks: „Drop The Act“, „The Toad“, „ California Cousins“
 

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C
Canon Blue – Rumspringa    
CSS – La Liberacion
Frank Sawatzki nennt das dritte Album von CSS eine Dancepop-Explosion und weist auf ihre Eintrittkarte für den globalen Dancefloor hin: „Verglichen mit dem, was das brasilianische Ensemble bislang auf zwei Tonträger gebracht hat, ist La Liberación eine wahre Dancepop-Explosion, zum größeren Teil jedenfalls. Von den Baile-Funk- und Electropunk-beeinflussten Frühwerken entfernen CSS sich hörbar, in den neuen Party-Pop-Tracks proben sie ihre Discobandwerdung mit synthiebetriebenen Klatschhits, die näher an Britney Spears und Kylie Minogue als, sagen wir, an Peaches und Le Tigre gelegen sind. La Liberación kommt einem Eroberungsfeldzug gleich, der den globalen Dancefloor im Visier hat und mit den eher marktgängigen Mitteln zeitgenössischer Chartsprodukte arbeitet. Müssten wir dieser Musik eine Farbe zuordnen, wäre das knatschgelb oder giftgrün – Goldsternchen kämen auch drauf.“
Key Tracks: „Fuck Everything“, „I Love You“

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D
Dury, Baxter – Happy Soup    

G
Gold Leaves – The Ornament

H
Hard-Fi – Killer Sounds
Human League, The – Credo    

K
Kravitz, Lenny – Black & White America    

M
Malkmus And The Jicks, Stephen – Mirror Traffic
Mediengruppe Telekommander     – Die Elite der Nächstenliebe
Mister Heavenly – Out Of Love    

N
New Mastersounds, The    – Breaks From The Border (?)

P
Pure X – Plaesure
Puro Instinct – Headbangers In Ecstasy        
 

R
Regan, Fionn – 100 Acres Of Sycamore    

T
Talking To Turtles – Oh, The Good Life
Talking To Turtles machen Küchen-Folk, leise und leidenschaftlich. Das Projekt von Florian Sievers und Claudia Göhler hat bisher noch nicht allzu laut von sich reden gemacht. Das könnte sich mit einer Septembertour, auf der sie ihr zweites Album „ Oh, The Good Life“ präsentieren, ändern.

Im Januar 2010 debütierte das Duo bereits mit dem Album „ Monologue“. Sie lehnen sich mit „Oh, The Good Life“ weiterhin gegen all die gelangweilten Zu-viel-woller auf, die bei solchen Lo-Fi-Produktionen einschlafen, und verlassen sich ganz auf ihren Instinkt. Der Instinkt, dass es immer diejenigen geben wird, die sich bei Musik auch noch von einer Gitarre, ein wenig Klang-Toys und zwei zärtlichen Stimmen abholen lassen können. Die, die in unaufwendig gestrickten Songs noch einen kleinen Hit entdecken, der es gar nicht in irgendwelche Charts schaffen möchte. Weil es ihm genügt, der Soundtrack eines schönen Abends zu werden. In dem er Geprächspausen veredelt und Gesprächen ein Melodie gibt.

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Thrills, The – 2002-2007


Coming Soon: Neue Alben, die 2021 erscheinen oder schon erschienen sind
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