Nirvana – Bleach

Von wegen teuer. In den Regalen des Fachhandels steht meterweise Musik für den schmalen Geldbeutel. Aus dem großen Angebot der kleinen Preise präsentiert ME/Sounds die 100 besten CDs.

Daß Nirvana immer vor allem Kurt Cobain war, mußte die Welt bei seinem Tod feststellen: Danach gab es die Band nicht mehr. Daß Nirvana immer schon Kurt Cobain war, konnte man schon Ende der 80er lernen, als die Band noch in den kleinen Clubs des Landes spielte, das Catering-Personal in Atem hielt und Kurt die Bühnen zu Arenen der Tobsucht umgestaltete. Damals hatte keiner das Gefühl, einer zukünftigen Legende begegnet zu sein. BLEACH (1989), das Nirvana-Frühwerk, atmet die schwerelose Direktheit einer jungen Band, für die Ruhm gieichbe deutend mit Unglück wurde. Das Album rackert, donnert, groovt und ist unbelastet von allen Erwägungen des Marktes. Rauh ist diese Sache, unkompliziert und ehrlich. Dennoch war BLEACH nicht unbedingt ein Hit. Kultstatus erlangten Nirvana erst mit den Songs von NEVERMIND.

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