Warum Norah Jones einst ein Jahr lang Jeff Buckley hörte
Die Sängerin entwickelte eine Art „Grace“-Obsession und entschied sich auch wegen Jeff Buckley, auf die Bühne zu gehen.
Wenn Norah Jones über prägende Einflüsse spricht, fällt ihr Ton oft zurückhaltend aus. Fast so, als wolle sie die Größe ihrer Vorbilder nicht durch zu viele Worte schmälern. Umso bemerkenswerter ist die Offenheit, mit der sie über Jeff Buckley spricht.
Dessen früher Tod machte ihn zu einer mythischen Figur, doch für Jones wurde er und sein Meisterwerk „Grace“ zu so etwas wie einer Obsession. Im Rückblick beschreibt sie nicht nur die emotionale Wucht, die Buckleys Musik auf sie hatte, sondern auch den bleibenden Eindruck seiner künstlerischen Radikalität etwa im Umgang mit Songs von Leonard Cohen oder Judy Garland.

MUSIKEXPRESS verriet Norah Jones 2012 im Interview, warum sie auch wegen Jeff Buckley erst zur Musikerin wurde:
„Getroffen habe ich ihn leider nie. Ich war ja noch auf der Highschool, als er gestorben ist. Dafür habe ich sein Album Grace fast ein Jahr lang nonstop gehört. Es war einer der Gründe, warum ich selbst Musikerin werden wollte. Als er gestorben ist, habe ich tagelang geheult. Es erfüllt mich mit Stolz, dass er viele später fast noch populärer ist als zu Lebzeiten. Er konnte die Songs von Leonard Cohen oder Judy Garland nicht einfach nur singen, er führte sie auf ein neues Level. Und auch seine eigenen Stücke sind großartig.“







