Peter Maffay: „Habe Schwierigkeiten, weiterhin SPD zu wählen“

Peter Maffay hat sich bei „Maischberger“ zur Lage der deutschen Politik geäußert.

Bei „Maischberger“ war am Dienstagabend, 20. Januar, Trump und Grönland Thema, aber auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Dafür sprach Moderatorin Sandra Maischberger zunächst mit Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und US-Politikberater Andrew Langer, aber in der zweiten Hälfte der Sendung auch mit Peter Maffay. Im Einzeltalk äußerte sich der 76-Jährige kritisch zur aktuellen politischen Lage in Deutschland.

Was Maffay bedrohlich findet

Er ging direkt in die Vollen: „Mich frustriert die Unfähigkeit“, sagte Peter Maffay im Gespräch mit Maischberger zur aktuellen Politik. Der Musiker äußerte sich auch zu seinen Erfahrungen während seiner Zeit in Kanada: „Ich habe die Nähe zu den USA als bedrohlich empfunden“, so seine Einschätzung.

In der Debatte um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht stellte sich der „Tabaluga“-Schöpfer zudem auf die Seite der jungen Generation: „Man hätte die Jugendlichen viel mehr einbeziehen müssen“, kritisierte er.

Kritik an SPD-Entwicklung und Verbindung zu Wagenknecht

Auf die Frage nach seinem politischen Standpunkt und seiner Beziehung zum Bündnis Sahra Wagenknecht erläuterte Maffay: „Mit Oskar (Lafontaine) bin ich lange befreundet, mit Sahra später.“ Sein Verhältnis zur SPD hat sich nach eigenen Angaben aber deutlich verändert. „Ich habe lange die SPD gewählt, und habe inzwischen Schwierigkeiten, das weiterhin zu tun“, so Maffay.

Die Sozialdemokraten hätten seines Erachtens nach eine problematische Entwicklung durchgemacht. Während die Partei früher eine echte „Volkspartei“ gewesen sei, verliere sie kontinuierlich an Zustimmung – sie habe sich „mit jedem Jahr verjüngt in Form von Prozentzahlen“, wie Maffay es ausdrückte.

Seine abschließende Bewertung fiel ebenfalls kritisch-vernichtend aus: „Ich unterstelle einfach mal, dass die Partei den Menschen auf der Straße nicht mehr wirklich nahe steht.“