Phoebe Bridgers ist entsetzt, wie Amber Heard behandelt wurde

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Phoebe Bridgers hat sich zum Gerichtsprozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard geäußert und in diesem Zuge kritisch über Doppel-Standards und das Bekriegen zwischen den Fans während der Urteilsfindung gesprochen. Die gesamte Situation habe sie „sehr sauer gemacht“.

Phoebe Bridgers‘ Meinung zum Prozess Depp/Heard: „Das ist doch widerlich“

Gegenüber der „Teen Vogue“ hat sich die Sängerin vor allem verärgert über den respektlosen Umgang der Depp-Fans gegenüber Heard auf Social Media ausgesprochen. Die Schauspielerin wäre dabei unfairerweise aufgrund ihrer queeren Sexualität als „perfektes Opfer“ dargestellt worden: „Ich glaube, dass das – und davon sind unter anderem auch queere Menschen betroffen – ein Irrglaube ist, das perfekte Opfer, der perfekte Überlebende oder die perfekte Repräsentation der marginalisierten Community sein zu müssen.“

Dazu erklärt sie: „Wenn Amber Heard auf irgendeine Arte ein neurotisches Verhalten gezeigt hätte, wäre ihr dies vorgehalten worden. Johnny Depp jedoch hat die heftigsten Dinge im Gerichtsprozess zugegeben und irgendwie war keiner davon überrascht.“

Im Interview führt Bridgers ihre Meinung zu den moralischen Doppel-Standards während der Verhandlungen aus: „Das Ganze wurde wie ein Fan-Kampf behandelt. Es wurde darüber gelacht, dass Menschen im Gericht geweint haben. Das ist doch widerlich.“

Die Hintergründe zu den Vorwürfen

Im Verleumdungsprozess von Johnny Depp gegen Amber Heard musste Depps Ex-Frau letztendlich eine höhere Summe zahlen als der Schauspieler. Grundlage der Verhandlungen war ein in der „Washington Post“ erschienener Artikel, in dem Heard, ohne einen Namen zu nennen, schrieb, dass sie Überlebende von häuslicher Gewalt sei. Depp, von dem sich die Schauspielerin zwei Jahre zuvor geschieden hatte, verklagte seine Ex-Frau daraufhin, da seiner Meinung nach zu deutlich war, dass sie sich in ihrem Beitrag auf ihn bezogen habe.

2022 veröffentlichte Phoebe Bridgers unter anderem „Sidelines“, einen Song zum Soundtrack zur Serie „Conversations with Friends“, sowie ein Cover von „Goodbye To Love“ (The Carpenters, 1972) für den Film „Minions: The Rise Of Gru“. Im Oktober ist zudem „Stonecatcher“ von Marcus Momford erschienen, auf dem die Musikerin zu hören ist.


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