Plagiatsvorwürfe: Guns N‘ Roses sollen „Sweet Child O‘ Mine“ von Australian Crawl geklaut haben

Dass folgende Plagiatsworwürfe fast 30 Jahre dauern, bis sie auf den Tisch kommen, ist die zweite Sensation hinter der folgenden ersten: Ein australisches Magazin bzw. einer ihrer Leser hat herausgefunden, dass „Sweet Child O‘ Mine“ aus dem Jahr 1987 verblüffende Ähnlichkeiten mit einem Song einer australischen Band aufweist.

1981, also sechs Jahre bevor Guns N‘ Roses „Sweet Child O‘ Mine“ veröffentlichten und damit einen Hardrock-Klassiker landeten, brachte eine Band namens Australian Crawl ihr zweites Album SCIROCCO heraus. Darauf war unter anderem ein Song namens „ Unpublished Critics“ zu hören. Und wenn man sich heute, 28 später, eben diesen Song anhört, kommt man um die Parallelen nicht herum: Das Riff, die Gesangsmelodie, fast alles an „Unpublished Critics“ erinnert an „Sweet Child O‘ Mine“, auch wenn der Satz korrekterweise wohl umgekehrt lauten müsste. Sogar das Gitarrensolo klingt nach einem altersmilden Slash. Der hat übrigens gerade eine Gunners-Reunion ins Gespräch gebracht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der Plagiatsvorwurf wirft zwei weitere Fragen auf: Wieso dauert es so lange, bis jemandem die Ähnlichkeit auffiel? Und warum haben Australian Crawl respektive die Songwriter James Reyne und Paul Williams nicht schon vor Jahren ihre Anwälte konsultiert? Unbekannt ist die Band keineswegs. Besagtes Album landete auf Platz 1 der australischen Charts, seit 1996 sind Australian Crawl Teil der „Hall Of Fame“ der Australian Recording Industry Association (ARIA). Nun, vielleicht liegt es ja an deren Plattenfirma: Sowohl Australian Crawls SCIROCCO als auch Guns N‘ Roses‘ APPETITE FOR DESTRUCTION erschienen in den USA via Geffen Records.

Hört hier beide Songs zum Vergleich:


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