Banks III


Harvest/Universal (VÖ: 12.7.)

Selbst als Jillian Banks gegenüber wohlgesonnener Musikkonsument muss man kurz schlucken angesichts der großen Verbalgeschütze, die die Kalifornierin im Umfeld der Veröffentlichung ihres dritten Albums auffährt. Das Narrativ vom isolierten, entfremdeten, psychotherapiebedürftigen Mädchen, das jetzt zur weisen Frau geworden ist, hat man in anderen Pop-Marketingzusammenhängen auch schon ein- oder zweimal gehört. Nur um keine Zweifel aufkommen zu lassen, erklärt die Künstlerin aber, dass sie jetzt mit 31 zwar erwachsen geworden, aber immer noch irgendwie die „sultry R’n’B vixen“ sei – eine Aussage, der wohl das Coverfoto von III Nachdruck verleihen soll.

Das Album ist dann wider Erwarten doch nicht die glattgebügelte Version des elektronischen R’n’B der frühen 10er-Jahre geworden, die wir einmal zu oft in den vergangenen fünf Jahren von anderen KünstlerInnen haben hören müssen. Es gibt eine Handvoll Songs hier – u.a. die Vorab-Single „Gimme“ und der Opener „Till Now“ – in denen die elektronischen Strukturen durch den Häcksler gejagt werden und hinten als mikroskopisch kleine Störer wieder herauskommen, wo die Stimme von Banks verfremdet und verzerrt wird und Wobble-Bässe die Grundierung stellen. Andere Songs, wie etwa „Sawzall“, hätten – anders arrangiert – spannungs- und überraschungsarme Balladen werden können, zerbröseln aber angesichts struktureller Ungeradheiten und sonischer Zutaten wie gesampelter Kinderstimmen. III ist vielleicht nicht das beste, aber sicher das wagemutigste Album von Jillian Banks bisher.

Das neue Banks-Album „III“ bei Amazon kaufen

Banks‘ neues Album III im Stream:

Anzeige


ÄHNLICHE KRITIKEN

Banks :: Goddess

Electronic R’n’B: Die Produzentin löst das Versprechen ein, das sie mit ihren Singles und EPs gegeben hat.

Paul Banks :: Banks

Der Interpol-Frontmann fügt dem Düster-Rock seiner Stammband neue Dimensionen hinzu.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Banks live in Berlin: Der Underdog ist zur Göttin geworden

Am 28. Oktober 2017 spielte Banks eines ihrer letzten Konzerte im Rahmen der aktuellen Tour – im Berliner Huxleys Neue Welt. Die Besucher durften eine Show der Kontraste und eine Jillian Banks in Höchstform erleben.

Banks spielt mit Bondage im neuen Video zu "Gemini Feed"

Am 30. September erscheint ihre neue Platte THE ALTAR. Passend zum Albumtitel singt Banks in ihrer zweiten Singleauskopplung von „bindender Liebe“ – auf mehreren Ebenen. Der Titel: „Gemini Feed".

Banks kündigt neues Album an – hört hier den ersten Song „Fuck With Myself“

Das neue, noch nicht betitelte Album erscheint am 30. September 2016.

Anzeige

iPhone XR für 1 €* im Tarif MagentaMobil L mit Top-Smartphone

  • 6,1″ Liquid Retina Display
  • leistungsstarker Smartphone Chip
  • revolutionäres Kamerasystem

Bei der Telekom bestellen

Arctic Monkeys: Das sind ihre 15 besten Songs
Weiterlesen