Beatsteaks 23 Singles


Warner VÖ: 18. September 2015

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„I got a ticket to ride. And I got you by my side.“ So beginnt einer der zwei neuen Songs dieser Singles-Sammlung der Beatsteaks, der wohl berlinerischsten Rockband Berlins. Für welches Verkehrsmittel das Ticket Gültigkeit besitzt, wird nicht weiter erläutert, klar ist aber: Das ist Pop. Und das ist gut so. Denn egal ob in den späten 90er-Jahren, als die Band noch wacker Supporttouren für US-Stars wie Sick Of It All oder Good Riddance bestritt, oder eben heute, wo man die größten Open-Air-Bühnen der Republik bespielt: Am stärksten sind die Beatsteaks immer dann, wenn es um die Kombination aus großer Rockgeste und kleiner, auf den ersten, aber eben nur den ersten Blick fast bescheidener Popmelodie geht.

Das wird doch recht rasch deutlich, wenn man sich durch die 23 Tracks der Compilation hört, die der Chronologie der Band folgt, aber etwas verspätet einsteigt, nämlich mit „Summer“ und „Let Me In“, zwei Tracks des 2002 beim US-Indie Epitaph erschienenen LIVING TARGETS. Aus den beiden vorherigen Alben wurden offenbar seinerzeit keine Singles ausgekoppelt. Selbst wenn man kein Fan ist, muss man anerkennen: Diese Band hat einiges auf der Uhr. „Hand In Hand“, „I Don’t Care As Long As You Sing“ oder „Hello Joe“: Einen besseren Lauf als diese drei aufeinanderfolgenden Singles hatten die Beatsteaks wohl selten – und die späteren Hits, wie „Milk & Honey“ und „Gentleman Of The Year“, wurden neu gemastert. Dazu kommen zwei sogenannte Publikumslieblinge, nämlich das gemeinsam mit Turbostaat aufgenommene Fu-Manchu-Cover „Frieda und die Bomben“ und „Hey Du“ aus dem Berlin-Musical „Linie 1“, die nie auf regulären Alben erschienen.

Und wer weiß, vielleicht ist die Linie 1, die sich von Charlottenburg durch Schöneberg bis nach Friedrichshain zieht, ja die, auf der auch das „Ticket To Ride“ vorgezeigt werden soll. Der Kontrolleur wird sich freuen.


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