Highlight: Das waren die besten Live-Acts im Jahr 2017

BEATSTEAKS MUFFENSAUSEN


Warner

Na klar: Dass die Beatsteaks mal als ein Headliner bei Rock Am Ring oder vor 17. 000 Menschen in der Berliner Wuhlheide spielen würden, hätten sie sich 1999 nicht erträumen lassen. „Dit is so weit weg wie: Ick darf ma die Chinesische Mauer jelb anstreichen“, sagt Bassist Torsten Scholz am Anfang und am Ende der 40-minütigen Doku „Fresse halten, Bass spielen“, in der Scholz, „der ewige Neue“ , seine muntere Geschichte erzählen darf. Dass die Beatsteaks das mittlerweile doch geschafft haben und wohl wieder schaffen würden, gehört längst zur Erfolgsgeschichte dieser – Achtung, noch so ein Gemeinplatz – so bodenständigen und sympathischen Punkrockband aus Berlin. Davon erzählt auch „Muffensausen“, ein mit Tour-DVD, Live–CD, Scholz-Doku, Archiv- und Probeaufnahmen, neuem Song, alten Videos und Making-ofs Rundum-Wohlfühlpaket aus dem Hause Beatsteaks; darüber hinaus und fünf Jahre nach ihrer ersten Live-CD und DVD Kanonen Auf Spatzen aber nicht viel Neues. Frontmann Arnim Teutoburg-Weiß etwa freut sich, wie cool Dave Grohl wirklich ist, als der die Beatsteaks auf einem Festival während ihres „Two Drummer Summer“ vor „Double Trouble“ warnte. Kleine Anekdoten in der Biografie einer einstmals kleinen Band, die offenbar ohne Skandale und Brüche auskommt, außer vielleicht dem, dass während der Aufnahmen zu LIMBO MESSIAH Erfolgsdruck und schlechte Stimmung herrschten. „Das wird ein kommerzielles Desaster“, glaubte Teutoburg-Weiß damals und sollte sich irren: Nur BOOMBOX, ihr noch aktuelles sechstes Album, setzte LIMBO MESSIAH in puncto Chartsplatzierungen noch einen drauf. „Muffensausen“ ist, wie jede Musik-DVD, für Fans und Freunde gemacht. Das Schönste daran: die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt.


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