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Beißpony Beasts and Loners

RagRec (VÖ: 24.11.)

von

Was Beißpony in die Hände fällt, wird zu Klang. Stephanie Müller und Laura Theis spielten schon Musik auf Nähmaschinen und mit Stofftieren, in deren Bauch kaputte Spielzeugautos steckten; sie sammelten Ideen und Soundfetzen auf der ganzen Welt.  Beinahe erstaunlich, dass das Duo aus dem Umfeld der Münchner Offkultur-Trutzburg Kafe Kult zwischen Auftritten von Indonesien bis Texas, Film- und Kunstprojekten Zeit gefunden hat, seine neue Platte BEASTS AND LONERS aufzunehmen – und erstmals auf ihrem eigenen Label herauszubringen.

Ehrensache, schließlich ist der „Do it yourself“-Ethos ist bei Beißpony keine Pose, sondern Basis eines radikalen ästhetischen Programms. Poppiges, Jazziges, Noisiges und Krautiges wird auf BEASTS AND LONERS windschief verleimt und verfremdet mit Samples, Spoken-Words-Passagen, Stör- und Tiergeräuschen. Und wird versehentlich ein hübscher Popsong draus, lauert hinter der nächsten Ecke das Unbehagen: „Dead kids don’t get lullabies“ singen sie in „Ambroxol“ mit zuckersüßen Stimmen.

Solche Momente sind Absagen an jene, die DIY-Sounds aus Frauenhand allzu schnell unter Niedlichkeitsverdacht stellen. Allen, die weiter sind, offerieren Beißpony ihre Idee von Feminismus – nie in handlicher Sloganform, sondern zum Selberdenken. 

 

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