Biff Bang Pow! A Better Life: Complete Creations (1984-1991)


Cherry Red (VÖ: 27.5.)

von

„There Must Be A Better Life“ heißt der erste Song dieser 119 Tracks starken Box – und es braucht keine 20 Sekunden, um den Sehnsuchtspop der Briten mit all seinen Aromen zu inhalieren, ohne dass Alan McGee eine Zeile gesungen hätte. Ein paar Lautmalereien im Echo, die Urvertrauen schenkenden Melodien, Gitarren aus dem Bilderbuch des Psychedelic-Beat – Biff Bang Pow! spielten sich aus der Shoegaze-Klasse C86 sowohl nach vorne als auch nach hinten raus.

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McGee hatte die Band ungefähr zur selben Zeit wie sein Creation-Label gegründet, das mit Primal Scream und Oasis zu Berühmtheit kommen sollte. Namenspate war in beiden Fällen die Londoner Beat-Band The Creation, die einst einen Song namens „Biff, Bang, Pow“ im Repertoire hatte. Retrospektiv wirkt diese Sechs-CD-Box wie eine Panorama-Aufnahme für Creation, es wäre ein Leichtes gewesen, ein Label-Best-of nur mit BBP!-Songs zu bestücken. Man durfte bei ihnen gleichzeitig an den Mersey-Beat der Sechziger und die Television Personalities denken, „The Happiest Girl In The World“ erinnerte an die Leichtfüßigkeit von Paul Wellers Style Council, ein von knarzigen Gitarren heimgesuchter Psychedelic-Rock-Track an „Eight Miles High“ von den Byrds.

Die reiche Bezugswelt der britischen Melancholiker erhob ihre Songs zu Instant- Lieblingen der Gitarrenpop-Fans, überrumpelt hat diese Band uns am Ende aber immer wieder mit einem traumhaften Gespür für Melodien. Hiermit erscheint ihr Komplettwerk, flankiert von unveröffentlichten Demos, Live-Material und übersehenen Tracks.


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