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Bill Fay Countless Branches


Dead Oceans/Cargo (VÖ: 17.1.)

Es ist das Jahr 1970, die 60er-Jahre sind vorbei – und mit ihnen auch ein gutes Stück Hoffnung. Da kommt Bill Fay mit einem Songwriter-Album um die Ecke, das Spiritualität noch einmal weiter denkt. Im „Garden Song“ macht sich der Sänger zur Pflanze, mit Wurzelwerk und allem Drum und Dran, dem Wetter ausgesetzt, befreundet mit Spinne und Made. Nur wenige Menschen hören das Wunderwerk, die große Masse ignoriert die Platte.

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Bill Fay bringt im Jahr darauf noch ein Album heraus, dann schweigt er. Bis in den frühen 10er-Jahren das Label Dead Oceans den Briten neu entdeckt. Er spielt zwei Alben mit Liedern ein, die mehr noch als zuvor den Kontakt zur Göttlichkeit suchen. Und dieses Mal wird er auch gehört, größtenteils von einer Indie-Gemeinde, die Bill Fay nun als Veteran des spiri­tuellen Songwritings verehrt.

COUNTLESS BRANCHES ist das dritte Werk seiner zweiten Phase, es erscheint 50 Jahre nach seinem Debütalbum. Man kann gar nicht anders, als sich von dieser sanft-zerbrechlichen Stimme berühren zu lassen, von den Melodien, die bei Songs wie „Salt Of The Earth“ etwas komplexer konstruiert sind als auf den Vorgängern.

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