Bleached Don’t You Think You’ve Had Enough?


Dead Oceans/Cargo (VÖ: 12.7.)

Jeder, der mal nach einer Partynacht mit viel Kopfweh und wenig Bargeld aufgewacht ist, hat sich schon die gleiche Frage gestellt wie Jessie und Jennifer Clavin von Bleached: DON’T YOU THINK YOU’VE HAD ENOUGH? Reicht’s nicht mal mit dem Rausch, wollten die Schwestern wissen – und zogen sich in ein stilles Kämmerlein in L. A. zurück, um ihre dritte Platte aufzunehmen, ohne Alkohol, ohne Ablenkung.

Was beim Bleached-Retreat passiert ist: Während die Schwestern mit ihrem sonnigen bis angesäuerten Garage-Softpunk im Kreise artverwandter Acts wie Vivien Girls und Pins lange nicht weiter aufgefallen sind, wagen sie sich auf DON’T YOU THINK YOU’VE HAD ENOUGH? nah wie nie an den Pop und die großen Melodien. „Heartbeat Away“ und „Daydream“ spülen einen auf die höchste Euphoriewelle, klingen fast hymnisch, ohne einen großspurig anzurocken; „I Get What I Need“ setzt sich mit seinem quengeligen „Ou-ou-ou-ouuh“-Refrain so hartnäckig im Kopf fest, dass man zwei bekloppte Sekunden lang darüber nachdenkt, das Wort „Ohrwurm“ zu rehabilitieren.

Und wenn Bleached am Ende der trotzig-zarten, an die frühen Green Day erinnernden Nummer „Shitty Ballet“ die akustische gegen eine E-Gitarre tauschen, ist man so kribbelig-glücklich wie am Ende einer schönen Coming-of-Age-Geschichte. Weil man eben hört: Diese Heldinnen sind immer noch bisschen anti, aber stark wie nie.

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