Cha Wa

My People

Single Lock/Cargo (VÖ: 2.4.)

Die Second-Line-Brass-Band aus New Orleans feiert einen alternativen Mardi Gras.

Damit auch gar keine Missverständnisse aufkommen: Reiche leben im Paradies, singt Second Chief Joseph Boudreaux Jr. zum Einstieg, arme Menschen übernachten dafür unter einer Brücke. Und so geht es weiter in den Texten des Frontmanns von Cha Wa, nämlich um Armut und Rassismus, um Polizeigewalt und soziale Ungerechtigkeit.  MY PEOPLE ist ein sozialkritisches Statement, ein Album, das die für Afroamerikaner und Indigene bitteren Realitäten der USA nicht nur benennt, sondern bildhaft ausmalt. Ein Album aber, das so klingt, als wäre das alles ein prima Anlass zum Tanzen.

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Cha Wa, gegründet 2018 von Trommler Joe Gelini, bringen diese Dialektik auch auf ihrem zweiten Album unter einen großen Federschmuck. Die vielköpfige Second-Line-Brass-Band aus New Orleans bezieht sich auf die Tradition der Mardi Gras Indians, die sich bei einer Art alternativen, Schwarzen Karneval als Native Americans verkleiden, um die gemeinsame Vergangenheit als unterdrückte Minderheiten zu würdigen.

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Die Musik klingt folgerichtig, als gingen James Brown und Sly Stone mit einer Mardi-Gras-Kapelle auf Tour, also immer noch satteste Bläser, feinster Funk und Call-and-Response als Strukturprinzip, aber etwas weniger Gospel und Glitter und Rosenmontagsumzug, dafür mehr Stunksitzung und Soul, Dreck und vor allem: Haltung.

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