Cymbals Light In Your Mind


Tough Love/Cargo

Wie sehr sich Jack Cleverly und Dan Simmons aka Cymbals, die ihren Bandnamen in Abgrenzung zu den gleichnamigen japanischen Rockern in Versalien schreiben (was wir hier aber nicht mitmachen), für die dunkleren Aspekte unserer Zeit interessieren, machte bereits der Titel ihres letzten Albums klar. THE AGE OF FRACTURE, zurückgehend auf ein Sachbuch des Historikers Daniel T. Rodgers über die Abgründe des neoliberalen Zeitalters, kam klanglich exaltiert, nervös und 80s-affin daher.

Keine Großtat, und doch ein Album, das als weit gestreute Melange aus Wave und Dream Pop überzeugte. Es folgten Zerwürfnisse, Aussprachen, neue Mitmusiker, und nun ein Album, auf dem sich die Band der „Schönheit des Verfalls“ widmet. Das mag sich inhaltlich ins Bild fügen, musikalisch hat man es hier jedoch mit einer großartigen Neuerfindung zu tun. Mit melancholischen, fein getakteten und geradezu federleicht arrangierten Songs, deren filigrane, schwebende Synthie-Texturen Cymbals immer wieder sehr gelungen mit kammerpoppigem Instrumentarium auskleiden. Die ENGLISH RIVIERA im Metronomy’schen Sinne ist hier durchaus in greifbarer Sichtweite.


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