Depeche Mode :: Speak And Spell

Welche unterschiedliche Resonanz Depeche Mode mit ihrer romantisierten Computermusik haben, läßt sich leicht an unserer Kritiker-Liste ablesen, die Wertungen reichen von „zwei“ bis „sechs“. Depeche Mode-Musik erinnert manchmal an den Laborspielsatz für experimentierfreudige Hobby-Forscher: Sie entdecken die Knallgas-Reaktion nicht, die machen sie nach. Und so trifft man auch bei SPEAK AND SPELL auf Register, die schon allzu oft gezogen wurden. Freundliches Blubbern, reizvolle Harmonien, sanft gehauchter Gesang. Sehr anschmiegsam. Manchmal. Aber manchmal auch sehr langweilig. Konventionelle, programmierte Rhythmik, ein bißchen Elegie, wo’s paßt. Auf das allseits vertraute „New Life“ muß man wohl nicht mehr extra eingehen. Diese gefällige Tanznummer, als Single schon ziemlich erfolgreich, gehört mit zum lebendigsten, was Depeche Mode zu bieten haben. Lustig und lebhaft kommt „Just Can’t Get Enough“; fast unbeschwerter Spielzeugsound erinnert an Jacno und Lio. „Photographic“ bringt die bewährte schummrige Atmosphäre, „No Disco“ einen Anflug von Dynamik. SPEAK AND SPELL ist die Platte für gemäßigte Einsteiger.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.