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Divide and Dissolve Gas Lit


Invada/PIAS (VÖ: 29.1.)

von

Und am siebten Tag, als Gott ruhte, erschufen Divide and Dissolve eine neue Welt aus karstigen Ufern, lieblichen Auen und wüsten Einöden. Gitarristin und Saxofonistin Takiaya Reed und Schlagzeugerin Sylvie Nehill spielen zwar Drones, aber beteiligen sich nicht an dem von SunnO))) auf die Spitze getriebenen Wettbewerb um das breiteste, langsamste, lauteste Riff.

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Die beiden Musikerinnen stellen eher ambivalente Fragen: Wie schwer können Gitarren eigentlich klingen? Und zugleich doch nahezu schwerelos? Wie breitbeinig kann ein Riff sein und doch dahinschweben? Das Ergebnis sind Klanglandschaften von erhabener Brutalität und versunkener Schönheit, die ebenso aus klassischer Musik wie aus dem Metal schöpfen, so sehr Meditation sind wie Ekstase.

Reed und Nehill, die Wert auf ihre Wurzeln als Cherokee bzw. Māori legen, verstehen ihre Musik als Anrufung der Götter – und als Anklage von Rassismus, Kolonialismus und weißer Vorherrschaft. Und als Gott am achten Tag endlich aus den Federn kroch, sah er, dass es ziemlich großartig war.

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