Echo & The Bunnymen – Dancing Horses

Man nimmt dieses K-Wort ja ungern in den Mund,aber: Echo& The Bunnyman sind Kult. Ehemals ein Quartett, besteht die Band aus Liverpool heute nur noch aus dem Zweiergespann Ian McCulloch und Will Sergeant. Wie es dazu kam. ist eine langwierige Geschichte: 1978 gegründet, erspielten sich Ian McCulloch, Will Sergeant plus Les Pattison und Pete de Freitas im Zuge des allgemeinen New-Wave-Taumels Ruhm und Ehre. Dergroße Durchbrucherfolgte mit dem dritten Werk, Ocean Rain (1984). Ab dann fing das Gewusel an: Manager Bill Drummond stieg aus, McCulloch folgte und de Freitas starb bei einem Unfall. Funkstille. Mit dem Album Evergreen (1997) folgte die Reunion und die Erkenntnis, dass die Welt immer noch traurige Musik mit komplizierten Texten mag. Das reichte Pattison auf Dauer nicht aus, zwei Alben später verließ er die Band. Seitdem lassen Ian McCulloch und Will Sergeant nur noch Gastmusiker auf die Bühne. Nach ihrem jüngsten Coup Siberia, zwei Jahre alt und damit auch nicht mehr so ganz taufrisch, gibt es nun eine Live-DVD, aufgenommen im Londoner Sheperds Bush Empire am 1. November 2005. Neben einem Interview zählt die DVD 19 Tracks, darunter Klassiker wie „The Cutter“, „In The Margins“ und „Lips LikeSugar“. Augenscheinliches Problem: Die Reihenfolge der Songs ist ziemlich unglücklich gewählt, die Show wirkt dadurch etwas gleichförmig und träge,

Ian McCullochs charakteristische Stimme lenkt davon aber charmant ab, zudem zementiert der Mann seinen Status als lakonischster Sonnenbrillenträger der Merseyside. Und spätestens bei seinen lehrreichen Ausführungen über die Parallelen zwischen den Bunnymen und dem FC Liverpool ist sowieso alles wieder gut.

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