Factory Floor 25 25


DFA/[PIAS] Coop/RTD

von

Es hat sich einiges getan, seitdem Factory Floor ihr gleichnamiges Debütalbum 2013 veröffentlicht haben. Das einstige Trio ist zum Duo Nik Void und Gabriel Gurnsey geschrumpft. Und musikalisch tut sich bei den Musikern aus London sowieso immer etwas. Die Vermeidung von musikalischen Redundanzen gehört zum Selbstverständnis von Factory Floor, was sie im Laufe ihrer elfjährigen Existenz immer wieder gezeigt haben. Eine Band, oder ein außer Kontrolle geratener Clubact, zwischen britischem Post-Punk, amerikanischem No-Wave und der guten Seite von Industrial, dazwischen: Ahnungen von Clubmusik.

Das alles bekam den Segen von einem, der sich ganz gut auskennt auf den weiten Feldern zwischen Industrial und Electronica: New-Order-Schlagzeuger Stephen Morris. Und so darf das zweite Factory-Floor-Album 25 25 als dezenter Versuch der Eroberung des Tanzbodens gelesen werden. So offensiv clubbig wie im Opener „Meet Me At The End“ hat man Factory Floor noch nicht gehört: Minimal-Acid-House mit dubbigen Unter­tönen.

Diese Clubbigkeit zieht sich durch das Album, auch wenn sie sich dem Willen zum Experiment und dem dunkelgrauen Sounddesign aus den guten 80er-Jahren unterordnet. Der Titeltrack könnte auch zur Peaktime im Berghain laufen, und mit den anderen können auch Freunde von Cabaret Voltaire und den frühen New Order ganz gut leben.


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