Faith No More :: Video Croissant

Der Titel trügt: Fürs Frühstückfernsehen ist die 50-minütige Clip-Compilation von Faith No More weniger geeignet. Der Video-Abriß der Bandgeschichte ist ein repräsentativer Querschnitt von Jugendsünden und geschmacklosen Albernheiten bis zum brutalen Zynismus ihrer heutigen Zeit. Der Blick zurück zeigt dabei gar zwei Clips mit Sänger Chuck Mosley aus der Urzeit von Faith No More, und dokumentiert die erste Phase des großen Erfolgs mit der heutigen Stimme Mike Patton und MTV-Gassenhouern wie .Epic“. Der Weg der Band dokumentiert sich in den Clip-Bildern wie von selbst. Aktuelles Material aus ihrer jüngsten LP .Angel Dust“ wirk! ungleich ausgereifter und beißender als die fröhlich bunten Bilder aus alten Zeiten, die Mike Patton noch als langhaarigen Springteufel mit arger Ahnlichkeil zu Chili Pepper Anthony Kiedis zeigen. Faith No Mores Stand der Dinge ist heute ernst zu nehmen aber nicht nur ernsthaft. Sequenzen zwischen den Clips ergehen sich in bloßen Band-Blödeleien, schmutzigen Geschichten und verqueren Bildern aus dem persönlichen Band-Camcorder. Wenig informativ, aber gut für den generellen Verwirrungsfaktor von .Video Croissant‘, und das dürfte ganz im Sinne der Urheber sein.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.