First Breath After Coma NU


Radicalis/The Orchard/ Soulfood

Mit ihrem zweiten Album, DRIFTER, schafften First Breath After Coma den Sprung raus aus ihrer portugiesischen Heimat. Ihr epochaler Post-Rock erhielt im Ausland Gehör, das Quintett spielte europaweit gut besuchte Clubkonzerte.

Der logische nächste Schritt wäre wohl gewesen, das gerade erst gewonnene Publikum mit einem am Erfolgsrezept festhaltenden Nachfolger an sich zu binden. First Breath After Coma halten jedoch scheinbar nichts von solch starren Karriereplänen. Stattdessen tüftelten und werkelten sie an neuen Sounds und wagten mehr als je zuvor: Mehr Falsett, mehr Effekte, mehr Synths. Herausgekommen ist ein cineastisches Breitwanderlebnis, dessen fragmentiertes Gesamtbild an Bon Ivers 22, A MILLION, an James Blakes Post-Dub­step-Strudel, ja sogar an die frühen Muse erinnert – am besten nachzuhören in „Feathers And Wax“: Wolkige Kopfstimmen-Chöre und grobe Synthie-Tupfer füllen die Leinwand, bevor die von Math-Rock-Drums angetriebene Matt-Bellamy-Gedächtnisgitarre die Idylle zersägt.

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Bis zur Klimax braucht es jedoch viel Geduld und Aufmerksamkeit. Die Songs auf NU sind die meiste Zeit eher das bedachte Nähern ans Wasser als der beschwingte Kopfsprung. Bleibt mehr Zeit, sich der Schönheit des Moments hinzugeben – und den Mut, den dieses Album benötigte, zu honorieren.

Kooperation

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