Foxygen Seeing Other People


Jagjaguwar/Cargo (VÖ: 26.4.) 

von

Das mit dem Abschiedsalbum ist ja jetzt nicht die brandneue Idee. Haben andere auch schon angekündigt. Was oder wem und warum Sam France und Jonathan Rado hier „goodbye“ sagen, ist einem Aufsatz zu entnehmen, den Foxygen auf die Homepage ihres Labels gestellt haben.

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Ich möchte behaupten, dass SEEING OTHER PEOPLE der Beginn einer Reihe von Referenzschreiben ist, die diese coolen Säcke zur weiteren Erbauung ihrer Fangemeinde formuliert haben. Wen „sehen“ wir denn in diesen neun Songs, die mit arg memorierbaren Hooklines aufwarten? Die Geschichten mögen sich selbstbezogen um das Bandleben so far drehen, die roten musikalischen Fäden reichen aber bis zu John Lennon (ca. WALLS AND BRIDGES), David Bowie (ca. LET’S DANCE) und Bruce Springsteen (ca. BORN IN THE USA). Und ungefähr 17 anderen Künstlern, die aus Platzgründen hier nicht mehr aufzuzählen sind.

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In diesem gut durchbluteten, über weite Strecken vor Kraft strotzenden Klangorganismus (Jim Keltner an den Drums, liebes AOR-Publikum) operieren Foxygen mit der ihnen eigenen Knallkraft – oder Durchgeknalltheit. Funky aufgeblasene Bässe, das Schlagwerk, das jede Festivalbühne in den Orbit donnert, markige Synthie-Spuren und auch eine durch und durch dramatische Ballade. 

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Foxygen können extrem klotzen. Ohne, dass das zu einer Persiflage, zu einem Kommentar auf den Zustand dessen wird, was wir Rock nennen. France und Rado haben den Glam der 70er und 80er in digitalen Schleifen aufgerollt und sind wohl selbst überrascht, was dabei herausgekommen ist. Aber war das nicht immer schon so bei Foxygen? 


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