Hana Vu Public Storage


Ghostly International/Cargo (VÖ: 5.11.)

von

Was soll noch kommen, wenn man schon ein Album draußen hat, das NICOLE KIDMAN/ANNE HATHAWAY (2019) heißt? Alles erreicht! Aber Hana Vu, 21, hat noch was vor, und die Route führt von Bedroompop und Bandcamppop (sie hat dort schon Phil Collins und The Cure gecovert) auf große Grunge-Bühnen. Oder mindestens St.-Vincent-Indie-Rock-Bühnen.

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Noch tupft sie Klavier und zupft Gitarre in extrasanften Momenten Sufjan-Stevens-geschult, aber insgesamt geht’s hier doch darum, zu zeigen, dass sie eine größere und eben auch bombastischere Klangpalette draufhat, als Skeptiker vielleicht gemeint hätten. Wenn man viel unterwegs ist (und Hana Vu ist offenkundig unterwegs), sind die titelgebenden „public storage units“ ziemlich praktisch: Lagerhäuser, in denen man gegen einen Obolus seinen Krempel zwischenlagern kann.

PUBLIC STORAGE, das Album, fühlt sich immer wieder so an, als würde man in einem solchen Lagerhaus versehentlich den übertrieben vollgestopften Spind eines Fremden öffnen – und eine Ladung Tagebücher fällt heraus. Dort erfahren wir dann, dass alle Menschen, mit denen Hana Vu zu tun hat, auch in jedem Falle blue sind und, dem Lärm nach zu urteilen, sogar jeden Tag Geburtstag haben könnten. Na dann: happy blue day!


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