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DVD-Review

Helge Schneider THE PAKET: SUPER HELGES PHANTASTISCHES VIDEO-SAMMELSURIUM

von
Helge Schneider
Foto: Helge Schneider

Dieses elf DVDs füllende Wahnsinnspaket beginnt mit Christoph Schlingensief, der im Jahr 1989 auf der Bühne einer Bochumer Klitsche dem Publikum seinen Freund Helge Schneider ankreischt. Andere Zeit, anderes Milieu: Diese beiden Künstler, die sich bald schon ein ungeahnt großes Publikum erobern werden und gleichzeitig einen riesengroßen Freiraum, beackern hier noch die Kleinkunstszene.

Helge Schneider live, 1995, mit Big Band (nicht im Bild)
Helge Schneider live, 1995, mit Big Band (nicht im Bild)

Das ist einer der interessantesten Aspekte des 27 Jahre umspannenden Materials von „The Paket“: Man kann von Konzert zu Konzert (es sind elf), von Gag zu Haus-Hit zu Jazzstandard beobachten, wie Schneider sich entwickelt von einem komödiantischen Musiker (und andersherum), der in Klitschen kämpft, zu dem geschmeidigen Erwartungsjongleur von heute, dem ganze Stadthallen aus der Hand fressen. Mit dem harten Bruch von 1993, mit „Katzeklo“ (Lied) und „Texas“ (Film), der ihm den großen Erfolg brachte und ein zuweilen fast hysterisches Publikum, mit dem der Künstler auch erst mal klarkommen musste.

„Das beherrscht der Musiker und der Komiker wie kaum ein Zweiter hierzulande: das Timing.“

Was den Musiker und den Komiker besonders verbindet, darin war und ist Schneider herausragend: das Timing. Das Spiel mit Redundanzen (Teekoch Bodo, das „defekte Mikrofon“ etc.) und Klischees, seine Irrfahrten an Soloinstrumenten oder in seinen frei drehenden Bühnenerzählungen werden einem deshalb selbst in langen Sitzungen mit dieser Box nie langweilig. Und dass der technische Standard der meisten Aufnahmen hier eher bescheiden ist: egal. Als wüssten HD und 5:1 etwas von Schneiders Größe.

Der späte Schneider, Alleskönner und Multiinstrumentalist, an der Gitarre sieht man ihn trotzdem selten.
Der späte Schneider, Alleskönner und Multiinstrumentalist, an der Gitarre sieht man ihn trotzdem selten.

Das gilt umso mehr für die vielen Videoexperimente und Outtakes, die dieses elf DVDs bis zum Rand füllen. Um die hier auch noch zu beschreiben, fehlt aber der Platz – und wohl auch die Worte.

 

Screenshot DVD-Box
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