Ian Brown Ripples


Universal

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„Ian Brown steht leider nicht für Interviews zur Verfügung. Eine Tour ist nicht geplant.“ Mit diesen Worten schließt das Presse-Info zum neuen, siebten Soloalbum von Ian Brown. Alles wie gehabt also: „King Monkey“ öffnet sich verschlossen. Hat er am 24. Juni 2017 wirklich das zweite Ende der Stone Roses verkündet, als er während deren Glasgow-Konzerts zur Menge sprach: „Don’t be sad that it’s over, be happy that it happened“?

Auf RIPPLES, seinem ersten Soloalbum seit MY WAY von 2009, gibt es wieder keine Antworten, nur Anspielungen. So singt er im Barrington-Levy-Cover „Black Roses“ : „Black roses blooming in my garden“. Im seinen klassischen Clip zu „F.E.A.R.“ zitierenden Fahrradfahrer-Video zur Single „First World Problems“ trägt er einen Pulli mit Zitat aus einem der größten Hits der Roses, „Fools Gold“: „I know the truth and I know what you’re thinking“. Diese Wahrheit behält er natürlich für sich. In den späten 80ern, als die Roses aufregend waren, war dies auch ihre stoische Stille, mit der sie Interviewer regelmäßig auflaufen ließen.

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Heute, nach den mauen Reunionkonzerten (Browns unbearbeitete Nichtsingstimme entkräftet auch den majestätischsten Song der Band) und nachdem die Vermutung erleichtert, dass die Band den überflüssigen Comebacksingles kein Album folgen lässt, verpufft die Anti-Haltung. Dann sagt er halt nichts. Dann kommt er nach zehn Jahren eben nur mit zehn Songs zurück – von denen dann zwei auch nur Coverversionen sind und „First World Problems“ aus dem Nachbargarten von Primal Scream in Manchester geklaut ist. Dann macht er eben weiterhin wichtigtuerischen Gitarrenpop mit Reggae-Grooves. Es hört sowieso keiner mehr zu.

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