Jay Som Anak Ko


Lucky Number/Rough Trade (VÖ: 23.8.)

Sparen wir uns die Erinnerung daran, dass Indie gerade oft so richtig gut ist, wenn er von Frauen kommt, von Frauen of colour zudem, von den Mitskis und Nadine Shahs und Sasamis. Wissen wir längst. Melina Duterte alias Jay Som, Kalifornierin mit philippinischstämmigen Eltern, ist zwar auch so ein Talent, hat sich für ihr zweites Album aber trotzdem Freunde eingeladen. Mitglieder von Vagabon, Chastity Belt und anderen kleinen, feinen Lieblingsacts haben mitgeholfen, ANAK KO (zu Deutsch: „Mein Kind“) nach so ziemlich allem klingen zu lassen, was in der Disziplin „Dream Pop, der einem nicht den Arsch ablangweilt“ je richtig gemacht wurde: Man spürt das schwebende Yo-La-Tengo-Feeling, hört den milchigen Cocteau-Twins-Sound.

Aber nicht alles, was dreamig ist, klingt auch poppig. ANAK KO vermittelt, vor allem in der ersten Hälfte, ein gitarrengeleitetes Gefühl des (nachts) Unterwegsseins, mal mit Country-Referenzen wie in „Get Well“; dann wieder transportieren sich Dutertes Bilder der Sehnsucht gleich ganz on the road: In „Midnight Drive“ fährt man an ihrer Seite im Midtempo, bei der Single „Superbike“ trägt einen die mächtige „Motorcycle Emptiness“-Gitarre fort – geradewegs zurück in die Alternative-Charts der 90er.

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