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Kate NV Room For The Moon


RVNG Intl./Cargo (VÖ: 12.6.)

von

ДЛЯ FOR aus dem Jahr 2018 war das zweite Soloalbum der russischen Produzentin Kate Shilonosova, aber das erste, das ihr internationale Aufmerksamkeit bescherte. In einem Jahrzehnt, in dem sich der Pop demanything goes längst widerstandslos ergeben hatte, war das Album mit seinen elektronischen Abstraktionen, den Anklängen an die Minimal- Music und die referenzreiche Laptop-Electronica mehr als willkommen.

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Die Musik ihres neuen Albums ROOM FOR THE MOON, die nach Auskunft der Künstlerin „in der einsamsten Phase meines Lebens“ entstand (noch vor Corona), sei von russischer und japanischer Musik der 70er- und 80er-Jahre beeinflusst. Zumindest den Japan-Vergleich nehmen wir ihr sofort ab. So klang schon die Vorab-Single „Sayonara“ wie eine Mischung 80er-Jahre No Wave und japanischem City-Pop.

Und auch die Herangehensweise, die unterschiedlichsten Stile zu mischen, mit dezenten Experimenten anzureichern und diese unter dem gemeinsamen Nenner Pop zusammenzubringen, hat viel von der Attitüde der japanischen City-Pop-Musiker. Auf ROOM FOR THE MOON spielt öfters das Saxofon Vladimir Luchanskiys die Hauptrolle, wenn es etwa in „Du Na“ zur minimalistischen Marimba-Begleitung sanfte Kreise zieht. Dazu hat Kate NV frickeligen Synthie-Pop, Ambient- Tracks und mit „Telefon“ einen fast zu niedlichen Popsong zu bieten.

ROOM FOR THE MOON im Stream hören:


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