Kimberose  Chapter One 


Believe/Soulfood (VÖ 21.6.) 

Kimberly Kitson-Mills ist mit ghanaischen Wurzeln in London aufgewachsen und lebt in der Nähe von Paris. Als Kimberose macht sie allerdings Musik, als hätte sie nie etwas anderes gesehen als ein gottvergessenes Kaff in den amerikanischen Südstaaten. Der Soul auf ihrem Debüt CHAPTER ONE lehnt demonstrativ jede Neuerung ab. Das ist kein Neo-, Nu- oder Sonstwie-Soul, schon gar kein aktueller R’n’B. Sondern eine humorlose Zeitreise in die Sechzigerjahre vor der Disco-Revolution.

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Auf CHAPTER ONE ist diese Revolution noch nicht einmal zu ahnen. Die Band setzt ihre Synkopen auf die exakt erwartbaren Stellen, die Orgel jammert fröhlich dem nächsten Spannungsbogen entgegen, und das Ergebnis ist perfektes Soul-Handwerk, dem nur leider ausgerechnet die Seele abhanden gekommen ist. Denn Kimberose besitzt zwar eine beeindruckende Stimme, aber sie verwechselt Geknödel, Gestöhne und Gekiekse mit Gesang.

Auch die Themen sind klassisch: Probleme mit dem aktuellen Liebhaber, Probleme mit dem ehemaligen Liebhaber und zur Abwechslung Probleme mit den Finanzen. Probleme, die man natürlich auch nicht mit Soul lösen könnte. Aber es gibt Soul, der einem Probleme vergessen lässt. Dieser Soul gehört dazu nicht.   

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