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King Tuff The Other

Sub Pop/Cargov

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Das Schöne an King Tuff ist ja: So tough ist der König gar nicht, er ist eher flauschig und üppig aus­ufernd in seinem Garage-Rock-Entwurf, sein Punk ist aus Plüsch, sein Zart ist, was jenseits von Franz Josef Wagner das neue Hart genannt werden dürfte. Aber wenn er im herrlich drüberen Clip zur Single „Psycho Star“ mit Aerobic-Teufelchen tanzend Hitchcock-Zitate nachspielt, gesteht, an Aliens zu glauben und eine crazy Alte dazu „Trust No One!“-Schilder hochhält, scheint die ewige Sonne Kaliforniens irgendwie auch ein bisschen creepy auf die Szenerie herunter. California albträumend – erfolgreiches Konzept auch bei den Szene-Genossen Ty Segall und Mikal Cronin, hier assistierend an Drums und Saxofon.

Ein Album mit einer Handvoll Hits

Sein neues Album THE OTHER zeigt Kyle Thomas in seiner Eso-Beatles-Phase, es verhandelt in spielerischen bis bissigen Stücken einen Aufschlag auf dem Boden eines kreativen Burnouts und das mystische Emporschweben durch das Wiederfinden einer Stimme im musikalischen Experimentieren. Das alles ist bei aller Originalität des durchgeknallten Charakters mehr als nur ein bisschen Klischee, es ist aber auch ein Album mit einer Handvoll Hits geworden, auf einer weirden Umlaufbahn des Planeten Pop.

Klingt wie: The Beatles: Rubber Soul (1965) / New York Dolls: New York Dolls (1973) / Mikal Cronin: CII (2013)

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Mit Mouse on Mars, Manic Street Preachers und L.A. Salami: 11 neue Alben, mit denen Ihr Freitag den 13. überlebt

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