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Kwabs Love + War


Warner VÖ. 11. September 2015

Nummer eins in Deutschland mit „Walk“, FIFA-Computerspiel-Soundtrack, kreischende Teenager in ausverkauften Konzerten, Auftritt mit Prinz Harry im Buckingham-Palast: Das ist ja alles ganz schön, aber jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit: Mit seinem immer wieder verschobenen Debütalbum versucht Kwabs seinen Blitzstart in ein ruhigeres Fahrwasser zu leiten. Das Rezept dazu ist erwartbar: Die in „Walk“ angelegte Blaupause, eine Soulstimme mit modernen Dance-Beats für die Charts aufzubereiten, wird auf LOVE+WAR konsequent umgesetzt.

Für diesen Future-Soul werden Versatzstücke aus Drum & Bass und Dubstep, aber auch Erkenntnisse aus den Hitschmieden von Timbaland und Neptunes versiert zusammengeführt mit einer samtenen Stimme, die ohne abzustürzen den schmalen Grat zwischen Selbstentäußerung und Kitsch abschreitet. So satt und zeitgemäß der Sound ist, so durchschnittlich sind die Songs. Nicht nur „Perfect Ruin“, eine stimmungsvolle Ballade mit Streichern und schönen Gruseleffekten, hört sich weg, ohne großen Nachhall zu hinterlassen. „Walk“ bleibt der einzige Ohrwurm.

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