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La Femme Paradigmes


Disque Point/Idol/Cargo (VÖ: 2.4.)

von

Das Drama ist fest eingeplanter Bestandteil in der Musik von La Femme. Schon im Opener „Paradigme“ erzählen sie von all den verlorenen Seelen, die man nachts auf den Gehsteigen der Stadt trifft, von Katzen auf den Boulevards und Monstern, die im Schatten lauern. Das ist mit dickem Pinsel gemalt, und man erkennt das auch, wenn man der französischen Sprache nicht mächtig ist, denn die musikalischen Bilderwelten, die die Band aufreißt, passen gut dazu.

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La Femme spielen einen Sound, der sich an vielerlei bedient. Einerseits ist da natürlich der große Schatz der eigenen musikalischen Vergangenheit; wir hören Chanson ebenso wie die Yé-Yé-Musik von Künstlerinnen wie Françoise Hardy oder Sylvie Vartan. Aufgeschäumt wird das aber mit allerhand: Da trifft dann auch noch Wave auf Krautrock auf Psychedelic und einen Sound, den man als analog angetriebenen Big Beat, vielleicht auch als Tarantino-Klang begreifen darf.

Mit dem Regisseur verbindet La Femme ohnehin einiges: Wie er bauen sie Welten auf, die nach dem Gestern klingen, aber gleichzeitig ins Morgen führen, in denen es flimmert und flirrt und an den genau richtigen Stellen knallt. Und, verblüffend: Trotzdem ist alles an dieser Band elegant. Vielleicht auch deswegen, wer weiß das schon so genau.


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