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Lina_Raül Refree Lina_Raül Refree


Glitterbeat/Indigo (VÖ: 17.1.)

von

Ein warmer Keyboardakkord umfängt die Stimme der Sängerin, später ist es eine Tonreihe auf dem Synthesizer oder ein elektronisches Wummern, das man einer Krautrockband der 1970er zuschreiben möchte. Hier singt Lina, die Oper und den Fado studiert hat, Familientraditionen fortträgt und auf der Bühne schon Fado-Königin Amália Rodrigues spielte.

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Auf diesem Album stellt sie ihren Weltschmerzensgesang in einen neuen Rahmen, begleitet und produziert von Raül Refree, der wiederum die Flamenco-Sängerin Rosalía ein Stück weit aus den Traditionen locken konnte, bevor diese sich unter dem Beifall eines großen Publikums eine elektronische Haut überzustreifen begann. Etwas Vergleichbares passiert in diesen zwölf Liedern, das Album LINA_RAÜL REFREE fängt die Stimmung während eines solchen Prozesses ein.

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Es ist ein musikalisch sehr karges Album geworden, Linas Fado-Gesang durchzieht strenge Ambient-Flächen, thront über den Klangtupfern von Piano, Harmonium, Moog und Clavinet. Bis auf einen Song interpretiert die Portugiesin Rodrigues-Lieder, man mag die Wurzeln dieser Sehnsuchtsmusik hören, in ihrer neuen Hülle erzählen sie aber auch von der Freude an der Überwindung von Regeln und Sicherheiten.


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