Love Inks Exi


Republic Of Music/Rough Trade

Im Jahr 2010 empfahl sich das Trio aus Austin, Texas, mit seinem Debütalbum E.S.P. (Abkürzung für Extrasensory Per- ception, zu Deutsch: außersinnliche Wahrnehmung – Anm. d. Red.) zur Aufnahme in die Church Of The xx. Die hatte sich dann überraschenderweise doch nicht konstituiert, wo doch normalerweise alle irgendwie auch nur am Rande erfolgreichen Musiken sofort eine Flut von Epigonen-Bands nach sich ziehen. „Love Inks“-Musik ist genau wie die von The xx ziemlich lazy Minimalisten-Pop. Die Instrumente (Gitarre, Bass, Drum-Machine und Gesang) sind derart reduziert eingesetzt, dass sie außerhalb ihrer üblichen Kontexte stehen. Genrezuschreibungen und Mutmaßungen über Instrumentarium und Arrangement müssen ins Leere laufen. Das zweite Album GENERATION CLUB vom vergangenen Jahr – das vorsichtshalber in Deutschland gar nicht erst veröffentlicht wurde – verschob gefühlt den Fokus mehr in ein elektronisches Ambiente. Aber wie gesagt, Zuschreibungen wie Indie/Elektronik müssen bei Love Inks ins Leere laufen. EXI, Album Nummer drei, reduziert das Reduzierte noch ein bisschen mehr. Die Stimme von Sängerin Sherry LeBlanc bleibt die Konstante in dieser Musik, sie erzeugt diesen gewissen (dream-)poppigen Faktor. Die Songs des texanischen Trios sind wie leicht flüchtige Lösungsmittel, Love Inks müssen aufpassen, dass ihre Musik nicht unmerklich in die Luft aufsteigt und verdunstet.


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