Maps Vicissitude


Mute/Good To Go

In den knapp vier Jahren zwischen diesem und seinem letzten Album TURNING THE MIND hat man nicht viel von James Chapman und seinem Alter Ego Maps gehört. Er sitzt lieber zu Hause und brütet über Entwürfen. Minimalismus ist ihm ein Gräuel. Seine Popsongs sind wahre Prunkbauten, in denen sich der Sound machtvoll wie in der Kirche, im Shoegazer-Dickicht oder wie auf dem ersten Album von Propaganda auftürmt. Davon kann er nicht lassen, auch dieses Mal nicht. Allerdings ist er jetzt bemüht, innerhalb des Areals der gefühlvoll konstruierten elektronischen Popmusik zu bleiben. Er achtet mehr darauf, dass seine Liebäugeleien mit Indie-Rock, Techno oder psychedelischer Plusterung nicht zu sehr ausarten. Von dieser Reduzierung profitiert das Album. Ein klug kolorierter Koloss reiht sich an den Nächsten, wobei der Schwerpunkt schon mal zwischen epischem Trance-Pop („You Will Find A Way“) und Dark-Disco mit härteren Beats („I Heard Them Say“) wechseln kann. In dieser Form gibt es so etwas sonst nicht. Andere Produzenten tendieren entweder eindeutig zu Clubmusik oder zu Pop. Chapman schwebt dagegen hartnäckig auf seiner Wolke der Träumerei.


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