Megapuss Surfing


Das wird wieder mal für Aufregung in den USA sorgen: Im Booklet von SURFING ist ein Foto zu bewundern, auf dem Devendra Banhart und Greg Rogove, die beiden Köpfe von Megapuss, nackt zu sehen sind. Ohne Köpfe zwar, aber sonst in ihrer ganzen Pracht. Das in Tateinheit mit dem Coverartwork (Banhart und Rogove als nackte Kämpfer) und dem Bandnamen („Megapuss“ ist ja schon irgendwie ein kindischer Ausdruck) lässt SURFING als eine Art postpubertäres Spaßprojekt erscheinen. Aber das, was Banhart und Rogove (Multiinstrumentalist von Priestbird) hier zusammen mit Fabrizio Moretti (The Strokes, Little Joy) u.a. produziert haben, klingt nicht lustig, aber in weiten Teilen entspannter als Devendra Banharts Solowerk.Wobei Megapuss am besten sind, wenn sie sich von Banharts freaky und skizzenhaften Neo-Hippie-Psychedelic-Zeug mit Ziegenstimme (das es hier zur Genüge gibt) entfernen und eine Art Hyper-Folk-Pop spielen, wenn sie die Stücke ausformulieren zu „richtigen“ Songs: „Adam & Steve“ zum Beispiel, ein hübscher 60s-Westcoast-Popper inkl. Zitat von „Careless Whisper“ von Wham. Oder der beschwingte Psych-Folk-Popper „Theme From Hollywood“. Oder das politisch motivierte „A Gun On His Hip And A Rose On His Chest“ (mit der schönen Textzeile: „Fuck the government in the asshole“), inkl. Bo-Diddley-Beat und atonalem Gitarrensolo. Ansonsten hat es hier einen heterogenen Mischmasch unterschiedlichster Musiken, dem man seinen Projektcharakter anhört.Video:

Megapuss: Adam & Steve >>>

Albert Koch – 14.01.2009

Megapuss gibt es bei


„Dogs of Berlin“ bei Netflix: Rache für Peer Kusmagk
Weiterlesen