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Mine & Fatoni Alle Liebe Nachträglich

Caroline/Universal (VÖ: 13.10.)

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Manchmal geht es eben einfach um Salz. Nicht um große Fragen. Sondern um die Zutat, die der Partner nicht eingekauft hat, oder um einen miesen „Tatort“. So wie auf ALLE LIEBE NACHTRÄGLICH. Das erste gemeinsame Album der Sängerin Mine und des Rappers Fatoni, ehemals Mitglied von Creme Fresh, bündelt Beobachtungen aus dem Beziehungsleben der Generation Y.

Konsequent zwar, dass das Duo die Stromlinien­förmigkeit des Alltags mit Lyrics an der Grenze zur Banalität verarbeitet. Der Hyperrealismus verliert jedoch schnell seinen Reiz, wenn Fatoni ungelenk „Steuererklärung“ auf „kein Stolz auf die Herkunft“ reimt. Und dass es doof ist, die Exfreundin als „Schlampe“ zu schmähen, weiß man doch spätestens seit Kraftklub.

Gewagt im schönsten Sinne, zumindest innerhalb der Grenzen zeitgemäßen Rap-Pops, klingt hingegen der Sound des Duos. Mit seltsam kunstpoppigen NDW-Anleihen kappt Mine den Gegenwartsbezug der Songs, in „Mehr“ huscht gar der wunderbare Tristan Brusch wie ein liebeskranker Pan durchs Bild. Glücksmomente, Mittelmaß, kleine Peinlichkeiten: Doch, vielleicht ist ALLE LIEBE NACHTRÄGLICH das ultimative Beziehungsalbum.

Klingt wie: Balbina: NICHTSTUN EP (2014) / Tristan Brusch: FISCH (2015) / Maeckes: TILT (2016)

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