Mine Klebstoff


Caroline/Universal (VÖ: 12.4.) 

„Ich finde das Bild interessant, dass jeder von uns mit Klebstoff umhüllt durch das Leben geht und alle Dinge, mit denen man in Kontakt kommt, an einem hängen bleiben“, erklärt Mine den Titel ihrer neuen Platte. Einflüsse, die haften bleiben könnten, hat die Berliner Sängerin in ihrer Biographie jedenfalls zuhauf gesammelt: Sozialisiert mit Jazzgesangsstudium hatte sich Mine vor ihrem dritten Solo-Album zuletzt etwa in Orchester-und Deutschrap-Crossovers (u.a. mit Fatoni) ausprobiert.

Entsprechend vielseitig klingt auch ihr neuester Wurf: Mine schichtet bedacht Gedankenskizzen auf ein facettenreiches Instrumentarium von Autoharp bis Omnichord, angefunkte Gitarren wechseln sich mit dramatischen Streichern ab, poppige Synthies mit treibenden Percussions – schwierig, einen Song auszumachen, der repräsentativ für das Gesamtwerk stehen könnte.

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Den Wow-Moment verpasst Mine trotz all den Soundexperimenten dann zwar doch, denn allzu oft verliert sich die Sängerin in etwas zu lang geratenen, lethargischen Gesangspassagen. Ein Beweis dafür, dass Deutschpop nicht nur Kalenderspruchmusik auf Elektrobeats sein muss, ist das Album aber allemal. 

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