Moby :: 18 DVD + B-Sides

Overkilling us softly: Der Mobster haut uns seine prallvollen "Unreleased material"-Säcke um die Ohren. Und macht Späßchen.

Du liebe Güte. Dafür werden sie ihm den Arsch versohlen. Nichts verzeihen die Coolen dem Klassennerd so schwer, wie wenn der versucht, einen auf witzig zu machen. Moby, der Vater aller Klassennerds, versucht es das ein oder andere Mal in dem „TV Show betitelten ersten Teil seiner ia-DVD, einem Zusammenschnitt von Kurzfilmen, Backstage-Impressionen. Clips. Making Ofs und was man sich halt alles so zusammenfilmt, wenn man 199 Jahre auf Tour ist, einen Camcorder und viel Zeit allein in Hotelzimmern totzuschlagen hat. Und liegt oft Inicht immer, das muss man ihm lassen) so haarsträubend klosterschülerhumorig neben der Spur, dass man annehmen muss. den New Yorker treibe – neben seinem Gutmenschentum, seinem massigen Ego und seiner blubbernden Kreativität – auch eine gewisse masochistische Ader an. Symptomatisch für dieses nicht Wissen(wollen?), wann der Bogen überspannt ist. dieses regelrechte Betteln um Prügel, ist eine Stelle [von der noch gar nicht sicher ist, ob sie nach der Pressekopie auf der fertigen DVD enthalten sein wirdl auf der zweiten Hälfte der DVD, die Mobys Auftritt beim Glastonbury-Festival zeigt. Da covert er den uncoverbarsten Song seit „Smells Like Teen Spirit“, Radioheads „Creep“. Das mag eventuell ganz groovy gewesen sein, wenn man im Juni bekifft auf dieser engtischen Wiese lag. Hier ist es so grausig prätentiös und fehlgeleitet, dass man fassungslos davor sitzt. Da braucht es den duldsamen Hardcore-Fan, das zu verdauen. Ebenso wie weite Teile der dreilll Audio-CDs, die der DVD beigepackt sind. Outtakes und Demos (von play und 18], B-Seiten der 18-Singles (inklusive vier neuer Tracksl und ein Megamix aus Remixen von ia-Stücken gibts da – Moby-Output schwankender Güteklasse zwischen esoterischer Entspannungsmusik, dem zum Markenzeichen gewordenen Soul-Sample-Grooven, Punk-Gehaue und Big-Beat-Wumms. Auf vieles (nicht alles, das muss man ihm lassen] könnte man die alte Faustregel anwenden: Manch Material, das previously unreteased war, dürfte es ruhig auch bleiben.>>>

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