Moby

FUTURE QUIET

BMG (VÖ: 20.2.)

Das Album Nummer 23 des Multitalents ist ein ambitioniertes Werk zwischen Art Pop, Ambient-Minimalismus und zeitgenössischer Klassik.

Als Künstler tanzt Moby auf vielen Hochzeiten: als Sänger, Songwriter, Remixer, Autor und Filmemacher. Aber auch als Musiker gefällt er sich als Multistilistiker, der sich keine Grenzen setzt. In über 30 Jahren hat er vom Hardcore Punk und Alternative Rock über House und Ambient bis hin zu Orchesterwerken so ziemlich alles ausprobiert. Auf seinem 23. Studioalbum FUTURE QUIET plädiert der 60-Jährige für eine ruhige Zukunft angesichts einer Welt, die ihre Bewohner in vielen Bereichen nur noch anschreit.

Es ist eine Sammlung von Piano-Stücken und ambienten Orchesterminiaturen, bei denen die Assoziationsmaschine sofort Namen wie Roger Eno, Henryk Górecki oder David Sylvian ausspuckt. Die Kunst bei dieser Art von Musik, irgendwo im Niemandsland zwischen Impressionismus, Art Pop und zeitgenössischer Klassik, besteht darin, nicht in den Kitsch abzugleiten.

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Und das gelingt Moby überwiegend. Auch mit der Unterstützung einer Reihe von Gastsänger:innen. Jacob Lusk (of-Gabriels-fame) etwa verleiht der orchestralen Neuaufnahme des 1995er Moby-Hits „When It‘s Cold, I‘d Like To Die“ eine sakrale Atmosphäre.

Diese Review erscheint im Musikexpress 3/2026.