Moby

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    Moby ist einer der ersten Künstler der damals noch anonymen Techno-Szene, dem es Anfang der 1990er gelang, dieser Szene ein Gesicht zu verleihen und Dance-Musik weltweit zu kommerzialisieren. Mobys Produktionen vereinen klassische Dance-Elemente und Disco-Beats mit verzerrten Gitarren und Rock-Elementen. Er ist darüberhinaus für seine Filmmusik bekannt. Moby ist Veganer und setzt sich stark für Tierrechte ein.

    Der 1965 geborene Richard Melville Hall wuchs in Darien, Conneticut, auf und erhielt als Kind seinen Spitznamen Moby, der sich vom Roman „Moby Dick“ seines Ur-Ur-Großonkels Herman Melville ableitet. Schon zu Schulzeiten spielte Moby in einer Hardcore-Punkband, ging aber nach Abbruch seines Studiums nach New York, um sich als DJ zu versuchen. Bereits seine zweite Veröffentlichung „Mobility“ (1991) erreichte mit dem Song „Go“ die Top Ten der britischen Charts und das darauffolgende, selbstbetitelte Debüt konnte in den USA 1992 weitere zwei Top-Ten-Stürmer verbuchen. Schon im nächsten Jahr gelang Moby mit dem Song „Move (You Make Me Feel So Good)“ der Sprung an die Chartspitze.

    Aufgrund dieses Erfolges wurde Moby Anfang der 1990er als Remixer für Künstler wie Michael Jackson, Pet Shop Boys, Brian Eno und Depeche Mode engagiert und gründete daraufhin 1995 sein eigenes Label Trophy Records, auf dem er ausschließlich eigenes Material unter diversen Pseudonymen (Voodoo Child, Lopez) herausgab. Mit seinem dritten Album „Everything Is Wrong“ enterte Moby nun in ganz Europa die Single- und Album-Charts. Sein größter Hit war „Feeling So Real“.

    Wenngleich die Folgejahre aufgrund der Annährung zum Alternative Rock nicht Mobys erfolgreichste waren, gelang es ihm dennoch mit seiner Version des „James Bond Theme“, die für „Der Morgen stirbt nie“ verwendet wurde, einen internationalen Hit zu landen – er erreichte zum zweiten Mal die Spitze der US-Dance-Charts. 1999 veröffentlichte Moby das Album „Play“, das klanglich wieder im Dance-Bereich lag, und traf damit den Zeitgeist: Zehn Wochen nach dem Release stieg „Play“ an die Spitze der UK-Albumcharts und wurde dort mit fünffach Platin ausgezeichnet. Mit weltweit über 12 Millionen verkauften Exemplaren und mit Hitsongs wie „Why Does My Heart Feel So Bad“, „Porcelain“ und „Southside“ ist es Mobys bisher erfolgreichstes Album.

    2002 trat Moby mit dem Song „We Are All Made Of Stars“ auf der Abschlussveranstaltung der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City auf, woraufhin auch das Album „18“ Spitzenpositionen in den Hitparaden erspielte. Der Song „Extreme Ways“ wurde Titelsong der „Bourne“-Film-Trilogie und ist ein weiterer Höhepunkt unter Mobys zahlreichen Filmkompositionen.

    Die nachfolgenden Alben knüpften an die Erfolge der beiden Erfolgs-Vorgänger kaum noch an, positionierten sich aber trotzdem allesamt in den Charts. 2013 erschien Mobys elftes Album „Innocents“.


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