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Mr. Mitch Devout

Planet Mu/Cargo

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Foto: Planet Mu/Cargo

UK-Grime ist in aller Munde, seit Rap-Superstar Drake Versatzstücke und Protagonisten in seine Produktionen integriert. Aber da hat sich die Popkultur einen Trick ausgedacht: Sobald die Sounds einer Underground-Szene beginnen, in den Mainstream zu tröpfeln, driften sie schon wieder in neue Richtungen ab. Während die allermeisten Grime mit rasendem, rohem Bass-Sound und aggressiven Lyrics assoziieren, hat es sich der Londoner Produzent Mr. Mitch zur Aufgabe gemacht, die Wut des Genres in ruhigere, nachdenklichere Instrumentals abzuleiten. Aus dem Grime-Klang­skelett schälte er karge, melancholische Edits.

Nach dem Debüt PARALLEL MEMORIES 2014 hat er seine Technik nun noch verfeinert: Mal scheinen die metallischen Plings und Clicks der Beatproduktionen zu sprudeln, mal zittrig im Kunstnebel zu schweben. Man kann sich das wie eine hypermoderne Spielart von Ambient vorstellen, in der die Energie der Grime-Partys aber noch als Grundlage enthalten ist. Dazu rappen und singen Gäste wie P. Money oder Denai Moore über Liebe, Familie und das fragile Band von Beziehungen. Der zentrale Track „Priority“ kreist um die neue Rolle als Vater, in der die Credibility sich nicht mehr nach der Straße richtet: „Fuck being shot or stabbed, that’s a hype.“ Grime von der anderen Seite der Gefühlsskala aus gedacht.

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