Muse The 2nd Law


Warner

Muse gelten als polarisierende Schädelspalter-Gruppe. Es soll aber auch Menschen geben, die sich noch nie ein Album der Briten angehört haben und neutral zwischen den verfeindeten Lagern stehen. Dazu gehört auch der Autor dieser Zeilen, dem es leider unmöglich ist, The 2nd Law mit dem vorherigen und millionenfach verkauften Alben zu vergleichen. Was aber den Vorteil bringt, das sechste Studiowerk für sich alleine zu betrachten. Und das bereitet wenig Freude, denn das Trio um Frontmann und Keyboarder Matthew Bellamy serviert hier ein wahres Stil-Potpourri und führt sich bisweilen auf wie eine Freddie-Mercury-Gedächtnis-Band, die völlig das Maß verloren hat. „Survival“ ist so ein Bombast-Song, der sich ins Rockopernhafte auftürmt. Dann trampeln einen Muse wie im Opener „Supremacy“ mit Marschmusik-Rhythmen nieder, ertränken in Pathos („Follow Me“), überraschen mit Elektro-Geknatter („Madness“), stöpseln Funk und Metall („Panic Station“) zusammen und präsentieren sich in „Animals“ als Drittliga-Radiohead. Der völlig überambitionierte Emo-Kitsch „Explorers“ gibt einem dann den Rest mit Text-Plattitüden wie „… Free me, free me from this world, I don’t belong here …“ Es sei denn, man steht auf Prog-Funk-Metal-Dubstep-Synth-80er-Rock-Pop … oder wie immer man diesen Genre-Bastard nennen möchte. Key Track: „The 2nd Law: Isolated System“


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