Mystery Jets :: Radlands

Die Band aus London sucht sich selbst und findet ... Americana, Southern Pop, 70s Glam.

So gehen die Geschichten der Selbstfindung doch: Erschöpfte Briten wollen sich in einem Holzhaus an den Ufern des Colorado River in Austin, Texas, geistig-musikalisch erneuern – inklusive Vintage-Equipment, Fingerpicking-Jams und Nachmittagen auf der Veranda, alles wie aus dem Bilderbuch. Im Falle der Indie-Progrocker Mystery Jets hat die Versuchsanordnung interessante Ergebnisse gezeitigt, die Songs der Briten driften plötzlich, als hätte man sie komplett von der Leine gelassen, in die diversen Richtungen: Americana, Southern Pop, Seventies Glam – eine Campfire-Ballade („Luminescence“) ist auch dabei. „The Nothing“ schippert im Fahrwasser Chris Isaaks, „Greatest Hits“ könnte einer Greatest Hits-Sammlung des Sir Douglas Quintetts entstammen. Das Erstaunliche an all diesen durchaus konservativen Liedern ist: Mystery Jets wissen sich in diesen für sie neuen Outfits zu bewegen, als hätten sie die Cowboyhemden seit Jahren nicht gewechselt.

Key Tracks: „Radlands“, „Luminescence“

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