Nelly :: 5.0

Konsensprogramm: Den Rap-Sänger aus Missouri zieht es in die Mitte.

„I’m number one“, prahlt Nelly zur Einstimmung. Ganz vorne stand der Nellster mit den unvergesslichen Hits „Hot In Herre“ und „Dilemma“ in der Tat mal, aber das ist schon eine Weile her. Seitdem hat er sich mit zwei parallel veröffentlichten Alben und einem Versuch der Rückbesinnung auf das Wesentliche (Brass Knuckles) nicht unbedingt einen Gefallen getan. Jetzt spürt man, dass er nichts verkomplizieren und es möglichst allen recht machen will. Zwischen kuscheligen R’n’B-Nummern, Club-Tracks mit typischem St.-Louis-Swing und Techno-Bangern ist alles vertreten. „1000 Stacks“ und „Gone“ (wieder mit Kelly Rowland) hören sich ähnlich wie die beiden alten Smash-Singles an. Wesentlich origineller ist „Broke“. Hier fordert Sophie Greene zu tuckernden Electro-Sounds, dass beim Kerl die Kasse stimmen muss, bevor man vielleicht auf ihn anspringt. Früher gab es so etwas auch schon, da hieß es „Ain’t Nothing Goin‘ On But The Rent“. Solche Reibungspunkte sind auf diesem Album leider in der Minderzahl. In der Hauptsache verwaltet Nelly einen Stil, den man schon länger von ihm kennt.

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